An Sturmfolgen haben Forstleute noch lange zu knabbern

Treffurt  Im Treffurter Stadtwald hat „Friederike“ geschätzte 6000 Festmeter Holz umgeworfen, vor allem in Großburschla

Sturm Friedereike hat in Großburschla Spuren hinterlassen.

Sturm Friedereike hat in Großburschla Spuren hinterlassen.

Foto: Jensen Zlotowicz

Revierförster Martin Kliebisch war geplättet, mehr als nach dem Sturm Kyrill vor gut zehn Jahren. Was Sturmtief „Friedrike“ im Treffurt Stadtwald angerichtet hat, wird Forstleute noch lange in Atem halten, ihnen Arbeit bereiten. Geschätzte 6000 Festmeter, davon etwa 90 Prozent Fichten, hat „Friederike“ im Stadtwald umgeworfen.

Und wenn Kliebisch von umwerfen spricht, heißt das, dass die Bäume meist mit gesamter Wurzel aus dem Boden gerissen wurden. Der lang anhaltende Regen zuvor hatte die Böden so durchfeuchtet, dass sie die Flachwurzler nicht halten konnten und diese reihenweise umfielen. Von den 6000 Festmetern fielen allein im Bereich Großburschla etwa 4000. Dass das eine erhebliche Zahl ist verdeutlich die Tatsache, dass im Vorjahr im Treffurter Stadtwald planmäßig etwa 8000 Festmeter Holz eingeschlagen wurden – vor allem Nadelholz, berichtete Revierförster Kliebisch in der jüngsten Stadtratssitzung, in der auch der neue Forstwirtschaftsplan verabschiedet wurde. Knapp 80 000 Euro Reinerlös sollen für die Stadt unter dem Streich noch hängen bleiben.

Die obendrein gefährliche Aufarbeitung der umgestürzten Bäume werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Zwei Harvester seien dafür unter Vertrag. Der Holzabsatz, so Kliebisch, müsse gesichert werden, was bei dem jetzigen Überangebot an Holz gut verhandelt werden will. Für Laubholz hat das Forstamt derzeit einen Rückestopp verhängt, was vor allem den Buchensäger Pollmeier in Creuzburg nicht schmecken dürfte, so Martin Kliebisch. Der habe schon jetzt seinen Holzlagerplatz nicht voll bestückt. (zz)

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