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App soll Besucher durch Pilgerkirche in Elende führen

Elende  TA-Aktion: Gemeinsam mit Werbeagentur Plusgrad sucht Zeitung spannende Projekte im Südharz. Erste Ideen wie eine App für Kirchenführungen sind bereits eingereicht worden.

Regina Englert, Pressesprecherin im Evangelischen Kirchenkreis Südharz, hat viele Ideen für die St.-Marien-Kirche in Elende.

Regina Englert, Pressesprecherin im Evangelischen Kirchenkreis Südharz, hat viele Ideen für die St.-Marien-Kirche in Elende.

Foto: Peter Cott

Elende. So ein kleiner Ort, mit einer so großen Geschichte. Regina Englert erinnert sich noch immer mit der gleichen Begeisterung wie damals an ihre ersten Eindrücke aus Elende. „Das muss einfach weitererzählt werden“, wiederholt die Pressesprecherin für den Kirchenkreis Südharz ihre Gedanken über die St.-Marien-Kirche im Ort.

Und um dies weiterzuerzählen, kommt ihr die TA-Aktion „Projekt Plus 2019“ gerade recht. Gemeinsam mit der Nordhäuser Werbeagentur Plusgrad sucht unsere Zeitung spannenden Ideen aus Vereinen, kleinen Orten oder Kirchgemeinden, die mit einer Werbeaktion, einer neuen Internetseite oder dergleichen unterstützt werden können. Regina Englert und die 33 Gemeindeglieder aus Elende hoffen, bei der Abstimmung im Februar die Gunst der Leser gewinnen zu können. Die Idee: eine App als Guide durch die Kirche. „Wäre das nicht cool“, strahlt sie über den Plan, Pilgern eine virtuelle Führung durch das bald 600 Jahre alte Gotteshaus zu ermöglichen. Gerade pünktlich zum Jubiläumsjahr.

Seit sechs Jahrhunderten wandeln Pilger hier auf den Spuren einer Marien-Erscheinung, suchen in dem einst doppelt so großen Gemäuer, suchen nach Hoffnung, Ruhe und einem Ort der Einkehr. „Mit einer App könnten Besucher nun noch mehr erfahren“, erzählt Englert über die stets geöffnete Kirche.

Viele Sagen wie die der wütenden Maria oder über den Rosenbecher gebe es zu erfahren, weiß die Pressesprecherin. Sie hofft daher auf eine 360-Grad-Führung, versetzt mit Informationen. Das älteste Mirakelbuch in deutscher Sprache etwa stammt aus Elende, ist heute aber nur in Heiligenstadt zu bewundern. Das könne man in eine App einbeziehen. Auch könne das kleine Programm mit Glockengeläut, einer Melodie aus der Orgel oder einem eingesprochen Segen bestückt werden. „Wir könnten all das erlebbar machen, was Besucher im Alltag hier nicht erleben können“, träumt Englert, die mit der App auch zeigen will, wo sich andere offene Kirchen im Südharz finden lassen.