Beichlingen wird in die Stadt Kölleda eingegliedert

Kölleda  Gemeinderat und Stadtrat fassen einstimmige Beschlüsse dazu

Die Eingliederung der Gemeinde Beichlingen in die Stadt Kölleda ist auf den Weg gebracht.

Nachdem der Beichlinger Gemeinderat in der vergangenen Woche bereits einstimmig einen Beschluss dazu fasste, tat dies nun gleichlautend auch der Kölledaer Stadtrat. „Das ist der Weg, den Kölleda einmal gehen wird“, sagte Bürgermeister Udo Hoffmann (Freie Wähler) nach der Abstimmung mit Blick auf anstehende Veränderungen im Falle einer Gebietsreform und auf die seit Monaten bestehenden Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Verwaltungsgemeinschaft.

Im Vorfeld hatte es mit den Bürgern in Beichlingen beziehungsweise Altenbeichlingen bereits Beratungen gegeben, informierte Udo Hoffmann. Dabei seien wichtige Fragen geklärt worden. Fest stehe auch, dass Beichlingen dann unverzüglich dem Abwasserzweckverband beitreten werde.

Die Verbindlichkeiten im Abwasserbereich werden doch von der Stadt übernommen, vergewisserte sich Frank Zweimann (CDU) und fragte, warum dafür 200 000 Euro zur Verfügung gestellt werden, wo sich die Rechnungen doch nur auf 135 000 Euro belaufen. Über den restlichen Betrag könne die Gemeinde für ihre Investitionen frei verfügen, erläuterte Udo Hoffmann. Dies sei ein Entgegenkommen der Stadt gegenüber der Gemeinde.

Grundsteuer B sinkt ab Januar 2018

So schnell wie möglich sollte man dann auch die Grundsteuer B für Beichlingen senken, regte David Uschmann (CDU) an. Für die Stadt Kölleda hatte dies der Stadtrat zuvor auf Antrag des Bürgermeisters einstimmig getan. Udo Hoffmann begründete sein Anliegen damit, dass die Stadt seit 2016 keine Schlüsselzuweisungen mehr vom Land erhalte und damit berechtigt und auch leistungsfähig genug sei, die Steuer zu senken. Sie beträgt derzeit 390 Prozent und wird ab 1. Januar 2018 auf 250 Prozent reduziert.

Im Hauptausschuss habe man das Thema bereits besprochen, keiner sei dagegen, sondern alle Fraktionen dafür gewesen, berichtete der Bürgermeister. Man wolle sich bemühen, etwas für die Bürger zu tun und ihnen auch zeigen, dass die Stadt nicht nur immer Forderungen stelle, sondern auch Möglichkeiten zur Entlastung der Bewohner suche. Hoffmann sieht die Senkung der Grundsteuer B dabei als ersten Schritt.

Zu zahlen ist die Grundsteuer B für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude. Kölleda nimmt derzeit von den Eigentümern ungefähr 800 000 Euro im Jahr ein.

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