Bratwurst-Dino im Holzhausener Skulpturenpark enthüllt

Dass es zwischen Sauriern, der Thüringer Bratwurst, dem 1. Deutschen Bratwurstmuseum und dem Landkreis Gotha durchaus enge Verbindungen gibt, können die Besucher der Einrichtung in Holzhausen neuerdings bestaunen. Da nämlich wurde eine Skulptur des - schon vor rund 280 Millionen Jahren ausgestorbenen - Bratwurstsauriers enthüllt.

Der Bratwurst-Dino als Skulptur. Foto: Klaus-Dieter Simmen

Der Bratwurst-Dino als Skulptur. Foto: Klaus-Dieter Simmen

Foto: zgt

Holzhausen. Was wie ein verspäteter Aprilscherz klingt, hat einen realen Hintergrund: Und der heißt Tambachia trogallas. Vor zehn Jahren gaben amerikanische Wissenschaftler dem bei Grabungen am Bromacker in der Gemarkung Georgenthal gefundenen Skelett eines Ursauriers diesen Namen. Erstens ehrten sie damit das Städtchen Tambach-Dietharz ganz in der Nähe der Fundstelle, und zweitens machten sie damit eine Verbeugung vor dem, was sie an Thüringen besonders mochten - der Bratwurst. Denn trogallas bedeutet übersetzt nichts anderes als Wurstmampfer.

"Dabei erreichte uns die Nachricht, dass es einen Bratwurstsaurier gibt, erst zehn Jahre später", sagt Uwe Keith, Vorsitzender der Freunde der Thüringer Bratwurst. Zur Saarmesse in Saarbrücken stellte sich der Ilmkreis vor. Dort erfuhren die Bratwurstfreunde von Mitarbeitern des Geoparkes Inselsberg-Drei Gleichen diesen interessanten Fakt.

Knuspriger Wurm als Speise

"Wenn auch mit erheblicher Verspätung, haben wir doch gleich reagiert, und beim Künstler Martin Kroniger ein Paar des Bratwurstsauriers in Auftrag gegeben", so Uwe Keith. Der Künstler hat im Saurierpark Georgenthal auch die anderen Sauriermodelle geschaffen.

Für den Thüringer Bratwurstkönig Rudi I. liegt die Sache klar auf der Hand. Damals, also vor mehr als 280 Millionen Jahren, tummelte sich nicht nur der Tambachia trogallas in der Gegend zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz, sondern auch ein ungefähr 15 Zentimeter langer Wurm.

Der zeigte vermutlich eine besondere Affinität zu Feuer, egal ob bei Vulkanausbrüchen oder Waldbränden. Das machte ihn braun und knusprig und zur Lieblingsspeise von Tambachia trogallas. "Und deshalb", sagt König Rudi I., "bin ich fest davon überzeugt, dass es die Thüringer Bratwurst längst gab, ehe der erste Mensch die Bühne dieser Welt betrat!"

Ganz so prosaisch sieht Vereinsvorsitzender Uwe Keith die Sache nicht. Für ihn ist die Namensgebung durch den amerikanischen Wissenschaftler Professor Stuart Sumida ein weiterer Beweis, dass Thüringen eben doch Bratwurst ist! "Jedes Jahr, wenn die Gruppe aus den USA zu Grabungen am Bromacker anreiste, freuten sich die Ausgräber aus Übersee ganz besonders auf Bratwürste vom Holzkohlegrill."

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