Buga-Freunde unterstützen Wasserstraße durch Erfurts Innenstadt

Erfurt  Das Projekt „Erfurt vom Wasser aus erleben“, das ab dem Buga-Jahr 2021 einstündige Bootsfahrten auf dem Bergstrom durch die Innenstadt ermöglichen will, hat vom Förderverein der Buga-Freunde grünes Licht bekommen.

Zur Buga sollen auch richtige Passagier-Boote mitten durch Erfurt fahren.

Zur Buga sollen auch richtige Passagier-Boote mitten durch Erfurt fahren.

Foto: Marco Schmidt

Das Projekt „Erfurt vom Wasser aus erleben“, das ab dem Buga-Jahr 2021 einstündige Bootsfahrten auf dem Bergstrom durch die Innenstadt ermöglichen will, hat vom Förderverein der Buga-Freunde grünes Licht bekommen. Nach Angaben von Ingenieur Thomas Kleb soll das Projekt nun bis zur Umsetzung weiter verfolgt und dann der Stadt übergeben werden. Kleb hatte das von Vize-Vereins-Chef Manfred Ruge angeregte Projekt am Mittwochabend auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins vorgestellt. Um den Bergstrom als Wasserstraße für Passagierkähne nutzbar zu machen, seien rund 50 000 Euro nötig.

Neben einem Bürstenwehr am Nonnensteg und einer kombinierten Fisch- und Bootstreppe am Schlösserwehr, das in Absprache von der Stadt errichtet werden soll, müsse auch eine Passage am Fischersand mit Bärmen ausgestattet werden. Der künstliche Seitendamm soll den Flusslauf verengen und somit den Wasserspiegel heben.

Die bauliche Umsetzung der Maßnahmen werde drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen, schätzte Kleb ein. Zudem seien vor dem geplanten Probebetrieb 2020 noch eine juristische Prüfung und die Betreibersuche erforderlich.

Der Verein möchte die Buga noch mit vielen weiteren Projekten unterstützen. Vereins-Chef Dieter Bauhaus kündigte erneut eine Machbarkeitsstudie für Aussichtstürme an der Peterskirche an. Vorstand Niels Lars Chrestensen bereitet federführend für 2021 eine Sonderausstellung zum Erwerbsgartenbau im Gartenbaumuseum auf der Ega sowie eine Ausstellung zu alten Thüringer Sorten etwa auf dem Petersberg vor. Gemeinsam mit der Bauhaus-Uni Weimar werde zudem an Info-Boxen gearbeitet, die im Stadtgebiet aufgestellt werden sollen.

Ebenfalls die Vorfreude wecken sollen Fahrzeug-Aufkleber mit dem Buga-Logo. Nach dem Kleinbus der Buga-Freunde und einer Straßenbahn, die von der WBG Erfurt beklebt wurde, folgen noch der Robur-Bus der Kowo sowie sämtliche Autos der Stadtverwaltung.

Die Mitglieder-Vollversammlung stand im Schatten des frühzeitigen Todes von Gründungsmitglied Gudrun Gießler. „Sie hat sich selbst immer als Kind der Ega bezeichnet“, sagte Dieter Bauhaus und gelobte für den Verein, ein ehrendes Andenken zu bewahren. Das von Gudrun Gießler initiierte Buga-Projekt von Blumenfeldern an den Eingangsstraßen sei nun umso mehr Herzensangelegenheit.

Den zweiten Vize-Vorsitz im Verein, den Gießler innehatte, übernahm bei der Neuwahl des Vorstandes Niels Lars Chrestensen. Ihr Vorstandssitz bleibt zunächst frei. Der restliche Vorstand mit Dieter Bauhaus an der Spitze wurde einstimmig wiedergewählt. Ehrenmitgliedschaften erhielten Stadtwerke-Chef Peter Zaiß und Oberbürgermeister Andreas Bausewein.

Die Buga-Freunde wollen die Bundesgartenschau mit eigenen Projekten unterstützen und bei den Bürgern die Vorfreude auf das Großereignis stärken. Aktuell zählen sie 118 Mitglieder. Ein Kooperationsvertrag mit der gemeinnützigen Buga GmbH, in dem die Aufgabenverteilung festgelegt wird, soll demnächst unterzeichnet werden.

Als Partner bot der Verein City-Management ein eigenes Projekt an. Wie Vereins-Chef Heinz-Jochen Spilker mitteilte, sind die Innenstadthändler bereit, im Buga-Jahr ihre gesamten Ladenfronten mit Blumenschmuck auszustatten.

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