Burgfest in Niederroßla

Niederroßla  Wasserburg lädt am Denkmaltag mit buntem Programm zu Deutschlands höchstem Bergfried

Im kommenden Jahr feiert Niederroßla 900 Jahre Ersterwähnung der Burg.

Im kommenden Jahr feiert Niederroßla 900 Jahre Ersterwähnung der Burg.

Foto: Archiv

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Im Rahmen des Denkmaltages lädt Niederroßla am Sonntag, 9. September, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr zum Burgfest an und in der fast 900 Jahre alten Wasserburg mit Deutschlands höchstem Bergfried.

Der Burgmarkt bietet: Altes und Trödel, Gebrauchtes und gut Erhaltenes, Werkzeug und Textilien. Es präsentieren sich Glasbläser und Imker, Besucher können filzen und Bleifiguren gießen. Es gibt Souvenirs zu kaufen, Kinderbelustigung und bäuerliche Produkte. Gäste werden kostenfrei zur Burgführung mit Besichtigung der Ausstellung eingeladen.

Der Burg- und Heimatverein Niederroßla und die Bürger bereiten damit bereits die urkundliche Ersterwähnung der Wasserburg vor 900 Jahren im nächsten Jahr vor.

Ob nun die Radler auf dem Ilmtal-Radweg von Großheringen, Bad Sulza oder entgegengesetzt aus Weimar kommend – das große Staunen setzt immer wieder ein. Man schaut ungläubig hinauf zu der 57 Meter hohen Spitze am Turm, dem Bergfried. Er trägt den Namen nicht vom Berg, weil ja eine Wasserburg meist auch eine Niederungsburg ist. Der Name kommt von Beherbergen, vom Schutz- bieten, wenn Gefahren drohen.

Seit Mai 2018 ist die Burgwache an fast jedem Sonntag ab 11 Uhr geöffnet. Radtouristen nehmen das gern an, gibt es doch auch Kuchen und Kaffee. Stündlich finden Burgführungen statt. Und schon befindet sich der Besucher mitten in einer Zeitreise, die für die Burg etwa 996 begann. Urkundlich zweifelsfrei ist die Wasserburg erstmals 1119 in erwähnt. Offensichtlich ließ der Edelfreie Diethmarus von Roßla die Burg erbauen. Er entstammte einem fränkischen Adelsgeschlecht und unterstrich seine Macht und Gebietsansprüche mit dieser Burg, sehr günstig im Schutz des Ilmbogens und nochmals gesichert durch einen bis zu 30 Meter breiten und sechs Meter tiefen Wassergraben.

„Der Erlös des 7. Burgmarktes in Niederroßla wird für die Restaurierung eines Fenstergewändes im Ostflügel verwendet“, versichert die Vorsitzende des Burg- und Heimatvereins Angelika Reimann.

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