Burgwalder Kindergarten am Projekt „Ein Baum – ein Kind“ beteiligt

Burgwalde (Eichsfeld). Sie marschierten gerade aus Richtung Spielplatz. Ausgestattet mit Handschuhen, Schaufel und einem Eimerchen. Aber nicht nur die Kinder kamen am Freitagnachmittag so in den katholischen Kindergarten „St. Georg“ in Burgwalde.

Das Projekt „Ein Baum – ein Kind“ im Kindergarten in Burgwalde: Antonia und Papa Christoph Faßhauer gemeinsam mit Maris Keil (rechts) und Heinrich Kanngießer. Foto: Antonia Pfaff

Das Projekt „Ein Baum – ein Kind“ im Kindergarten in Burgwalde: Antonia und Papa Christoph Faßhauer gemeinsam mit Maris Keil (rechts) und Heinrich Kanngießer. Foto: Antonia Pfaff

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Sie brachten auch gleich Mama und Papa sowie Oma und Opa mit. Ebenfalls sehr gut ausgestattet. Eine ordentliche Gartenkleidung durfte nicht fehlen. Der Grund für diesen Familienausflug: die besondere Aktion „Ein Baum – ein Kind“, an dem sich die Kita beteiligt.

Eine Naschecke, eine Steinwerkstatt sowie ein Hochbeet standen auf der Agenda. Zumindest das Pflanzen und Anlegen der etwas anderen Spielecken. Beispielsweise besteht die Naschecke aus Himbeerpflanzen. Aber auch Kastanienbäume wurden durch die Väter und Großväter eingepflanzt. Die kleine Steinwerkstatt, in der zukünftig, wie der Name schon sagt, mit Stein gebastelt und gespielt werden soll, wurde angelegt. Ebenso wie das Hochbeet.

„Uns ist es wichtig, dass die Kinder in der Natur spielen und sich dementsprechend auch mit den Pflanzen, Sträuchern und Bäumen auskennen“, sagte die Leiterin der Einrichtung, Heike Dornieden. Auch sollen sie später die unterschiedlichen Früchte selber ernten und sich vorher natürlich auch um die Pflege mit kümmern. Durch die verschiedenen Bäume und Sträucher würde man vielen Insekten, Vögeln und Kleinsäugetieren ein Zuhause geben. „Also erlernen die Kinder auch gleichzeitig eine Vielzahl von kleineren Tieren kennen“, so Heike Dornieden.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Ihr Ansinnen ist es, mit der Aktion „ökologisch wertvoll und nachhaltig“ zu arbeiten, so steht es auf dem Flyer. „Wir haben auch schon einen naturnahen Spielplatz und da passt die Aktion hervorragend rein“, erklärte Dornieden. Naturnaher Spielplatz bedeutet: so viele Spielgeräte wie nötig, so wenig wie möglich.

Beispielsweise wurden in der Vergangenheit schon Böden unterschiedlicher Konsistenz angelegt – aus Holz, Kies und Sand. Natürlich würden aber auch Bobbycars, Dreiräder und Roller zur Ausstattung des Kindergartens gehören. Es ist den Erzieherinnen wichtig, dass die Kleinen mit der Natur vertraut sind.

Der Kindergarten bekam durch die Eichsfeld Werke auch eine Baumbank gesponsert, über die sich die Kleinen und die Erzieherinnen gleichermaßen riesig freuten. „Auf solche Spenden sind wir leider angewiesen“, erklärte Heike Dornieden. Finanziell sei man nicht so gut ausgestattet. Sie war froh, dass die Schutzgemeinschaft, die das Projekt „Ein Kind – ein Baum“ ins Leben gerufen hat, dass Pflanzenmaterial kostenfrei zur Verfügung stellte. Das die Kleinen und ihre Angehörigen beim Einpflanzen und Anlegen der Flächen helfen, sei sicher gewesen.

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