Chef der Kreisfeuerwehr: „Ich konnte mal wieder nicht Nein sagen“

Umpferstedt  Der neue Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Mathias Reinhardt aus Umpferstedt, über seine Beweggründe zur Kandidatur und die künftigen Aufgaben

Mathias Reinhardt, Jörg Schneider, Rebekka Oertel, Gloria Haaß, Fabian Peikow und Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer (von links) sind der neue Vorstand.

Mathias Reinhardt, Jörg Schneider, Rebekka Oertel, Gloria Haaß, Fabian Peikow und Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer (von links) sind der neue Vorstand.

Foto: M. Grübner

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Seine Kandidatur kam für viele überraschend: Mathias Reinhardt ist neuer Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Nach der Wahl am Donnerstag stellte sich der 59-jährige Umpferstedter den Fragen unserer Zeitung.

Seit wann sind Sie ein Floriansjünger?

Ich kam 1990 aus Köln nach Thüringen und wurde Amtsleiter für Recht, Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Weimar. Dabei hatte ich dienstlich schon mit den Feuerwehren zu tun. 1991 zog ich nach Umpferstedt und arbeite seit 1996 als Referatsleiter im Landesverwaltungsamt. 2010 sprach mich Bürgermeister Jürgen Vogel an und bat um Hilfe bei der Ausschreibung für ein neues Feuerwehrfahrzeug. Danach habe ich die Öffentlichkeitsarbeit für die Wehr übernommen.

Inzwischen sind Sie aber ein vollwertiger Feuerwehrmann?

Ja, nachdem der Wehrleiter immer wieder darauf bestand, habe ich 2013 die 72 Stunden Grundlehrgang absolviert. Mit dem Ehrgeiz, unter den ganzen Jungen wenigstens nicht der Schlechteste zu sein.

Wie kam es zur Kandidatur für den Kreisverbands-Vorsitz?

Ich wurde angesprochen und konnte mal wieder nicht Nein sagen. Überzeugt hat mich letztlich ein Gespräch mit meinem Vorgänger Denis Sander vor ungefähr einem Monat. Er will mich bei der Einarbeitung unterstützen. Die Wege sind zum Glück kurz: Er arbeitet auch im Landesverwaltungsamt.

In Ihren Antritts-Worten sagten Sie, das Ziel sei Ihnen wichtiger als der Weg. Wie gehen Sie die neue Aufgabe an?

Klar kann es manchmal geschickter sein, um den Berg herum zu laufen anstatt drüber zu kraxeln. Der neue Vorstand wird erstmal eine Erhebung machen: Was ist vorhanden, wie sind die Standard-Abläufe? Daraus ergeben sich Aufgaben. In jedem Fall sollen Feuerwehren für Jugendliche wieder attraktiver werden, und ich werbe für mehr gemeinsame Übungen.

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