Debatte um Flyer der UWG Mihla

Mihla  SPD sieht andere Parteien verteufelt

Für Empörung sorgt derzeit ein Wahlflyer der Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Mihla. Ungeniert, so kommentiert SPD-Mann Klaus Rindschwentner, werde darin dem Wähler suggeriert, das Erreichte sei vor allem dem Wirken der stärksten Fraktion, der UWG, zu verdanken. Der Flyer gipfele mit „der unverhohlenen Empfehlung an den Wähler, künftig keine Vertreter politischer Parteien in den Gemeinderat zu wählen“.

Uwe Lüttge von der UWG nennt auf Anfrage das Beispiel „Windkraft“ um die Intention des Flyers zu erläutern. „In Berlin und Erfurt trommeln die Parteien für die Windkraft und hier in Mihla behaupten die Vertreter der gleichen Parteien, sie seien dagegen. Das passt nicht zusammen“. Jeder könne wählen, wen er wolle, aber man solle sich genau informieren. Es sei nicht seine Absicht, so Lüttge, die Parteien an den Pranger zu stellen oder vor ihnen zu warnen. Und die UWG verstehe sich eben nicht als Partei.

Rindschwentner jedoch sieht Parteienvielfalt und Veränderungen über verschiedene Denkansätze durch den Flyer verteufelt. Vertreter politischer Parteien im Gemeinderat, die damit zugleich im Kreistag oder Landtag ein Mandat besäßen, „sind sicher nicht von Nachteil für Mihla.

Im Gegenteil, nur so können wir etwa das Verkehrsproblem in Mihla entschärfen. Meine Kollegen der UWG im Gemeinderat schätze ich sehr, doch im Jubiläumsjahr der politischen Wende ist dieser Flyer ein Stück aus dem Tollhaus“.