Demokratische Kultur mit und an Schulen

Bad Frankenhausen  Nach Sondershausen war nun die Regelschule „Juri Gagarin“ in Bad Frankenhausen Gastgeber für die 3. Demokratiekonferenz im Kyffhäuserkreis. Dazu hatten Landratsamt und der Kreisjugendring-Verein Lehrer, Schulsozialarbeiter, Sozialpädagogen und Interessierte eingeladen.

Die Konferenz der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis“ fand diesmal in der Regelschule Bad Frankenhausen statt.

Die Konferenz der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Kyffhäuserkreis“ fand diesmal in der Regelschule Bad Frankenhausen statt.

Foto: Ingolf Gläser

Es kamen auch Bürgermeister sowie Schüler. Die Konferenz stand diesmal unter dem Titel „Demokratische Kultur mit und an der Schule“.

Die Thüringer sind wieder zufriedener mit der Demokratie. Das ist ein Ergebnis des Thüringen-Monitors 2017, den die Staatskanzlei kürzlich veröffentlichte. „65 Prozent sind mit der Demokratie – und wie sie praktiziert wird – zufrieden. Das heißt aber auch, dass es 35 Prozent nicht sind“, sagte Landrätin Antje Hochwind (SPD) mit Blick auf die Befragung. „Deshalb ist Demokratie-Erziehung an Schulen so wichtig. Die Kinder und Jugendlichen müssen lernen, Recht und Unrecht zu unterscheiden und respektvoll miteinander umzugehen.“

Mit Sorge betrachte er demokratiefeindliche Äußerungen in den sozialen Netzwerken, die so in die Öffentlichkeit getragen werden, sagte Schulamtsleiter Bernd-Uwe Althaus. Die Schule habe eine Schlüsselfunktion bei der Prävention von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Demokratieerziehung. Hier ist aber die ganze Gesellschaft gefragt. Beleidigungen sowie Bedrohungen sind keine freie Meinungsäußerung mehr, sondern Straftaten, die man in den Schulen nicht einfach so hinnehmen darf. „Wir dürfen nicht wegschauen“, betonte Bildungsreferentin Kathrin Schuchardt. Es sind Grenzen aufzuzeigen, Anzeige zu erstatten und in der Hausordnung Werte zu formulieren. „Haltung kann man nicht nur unterrichten, man muss sie auch vorleben“, sagte sie.

Kathrin Schuchardt zeigte an vielen Beispielen, wie sich bei Kindern und Jugendlichen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entwickeln und was für ein leichtes Spiel dann rechte Gruppen, Populisten oder andere, die nicht so schreien, wie „Identitäre Bewegung“ haben.

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