Der Kindergarten in Brehme hat jetzt einen Naschgarten

Brehme  Die Brehmer Tagesstätte veranstaltete eine große Pflanzaktion mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Nun zieren Bäume und ein Naschgarten das Gelände. Die Kinder sollen so die Liebe zur Natur kennenlernen.

Fleißig bei der Sache waren die Mädchen und Jungen des Brehmer Kindergartens bei der Pflanzaktion mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Foto: Sigrid Aschoff

Foto: zgt

Eine große Pflanzaktion und erlebnisreiche Tage liegen hinter den rund 100 Mädchen und Jungen des kommunalen Kindergartens in Brehme. Auf dem Gelände wurde jetzt gebuddelt, gegraben, gepflanzt und gegossen, und zwar zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dem stellvertretenden Bürgermeister Patrick Schotte sowie dem kommunalen Bauhof.

In die Erde kamen unter anderem Kornelkirschen, Echte Felsenbirnen, Feldahorn, Trauerweiden, Hainbuchen und Waldhasel, aber auch die Pimpernell-Rose oder die Bereifte Rose. Neben den künftigen Schattenspendern, den blühenden Hinguckern und dem Sichtschutz auf dem Spielplatz gibt es für die Kinder aber auch einen Naschgarten mit Johannis-, Stachel- sowie Himbeeren.

Naschen im eigenen kleinen Garten

„Zu Hause haben viele heute leider nicht mehr die heimischen Obstsorten. Da bietet so ein kleiner Garten in Kindertagesstätten und Schulen eine gute Möglichkeit, um den Kindern zu zeigen, wie diese Sträucher blühen, wie die Beeren aussehen und wie beziehungsweise zu was man sie verarbeiten kann“, sagt Birgit Luhn, die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Schutzgemeinschaft, die in Brehme selbst auch zur Schaufel griff. Die Bäume und Sträucher lieferte die Baumschule aus Niederorschel. „Eigens ein Pflanzplan wurde erstellt, und wir haben natürlich viel Wert auf Sicherheit gelegt“, berichtet Patrick Schotte.

Seit 1992 hat der Verband rund 47 460 Bäume und Sträucher unter dem Motto „Ein Kind – ein Baum“ gepflanzt. Es entstanden „Grüne Klassenzimmer“, freiwachsende Blütenhecken, Streuobstwiesen oder Arboreten als neue Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäugetiere. Und auch im Eichsfeld haben Mädchen und Jungen zum Beispiel mit Revierförster Raik Scheffler etwas für die Natur getan.

Weichen stellen für ein naturverbundenes Leben

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass Kinder ein Gespür für das Lebendige haben, so Birgit Luhn. „Wer ihnen nur früh genug die Liebe zur Natur beibringt, stellt Weichen für ein naturverbundenes Leben.“ Auch in diesem Jahr setzt die Schutzgemeinschaft ihr Projekt fort. Von Altenburg bis Geisa, von Nordhausen bis Sonneberg wird fleißig gepflanzt. Und auch Berlingerode wird noch um ein paar Bäume reicher. Um mehr Grün für ihr Gelände hatte sich die Brehmer Tagesstätte beworben. Laut Luhn stellt das Umweltministerium die finanziellen Mittel für die pädagogischen Einrichtungen zur Verfügung. Der Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald selbst wurde 1990 gegründet und ist eine unabhängige, nichtstaatliche sowie überwiegend auf ehrenamtliche Tätigkeit gestützte Organisation.

Zu den Kommentaren
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.