„Der Lkw mit den Nadeln kommt später“: Das sagen Erfurter zum Weihnachtsbaum auf dem Domplatz

Erfurt  Seit gestern steht der 27 Meter hohe Weihnachtsbaum auf dem Erfurter Domplatz – und sorgt mit seinem kahlen Stamm und den dürren Ästen für reichlich Spott. Das sagen unsere Leser auf Facebook.

Der Erfurter Weihnachtsbaum 2018 steht seit gestern auf dem Domplatz.

Der Erfurter Weihnachtsbaum 2018 steht seit gestern auf dem Domplatz.

Foto: Marco Schmidt

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Einen großen Weihnachtsbaum für den Erfurter Weihnachtsmarkt auszusuchen, ist keine leichte Aufgabe. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Kritik an der Auswahl, 2015 entging die Stadt nur knapp einer Katastrophe, als ein

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Auch in diesem Jahr wirkt die 27 Meter hohe Rotfichte aus der Nähe von Gehren im ungeschmückten Zustand noch etwas kahl. Auf Facebook haben unsere Nutzer weit über 150 Kommentare abgegeben, darunter einige sehr lustige.

Sandra Grunitz sagt: „Oha, der ist ziemlich speziell. Naja, dann trinken wir uns den einfach mit viel Glühwein schön.“ Carsten Ebbe Nagel hat einen anderen Vorschlag: „Viel rot-weißes Lametta dran und er sieht gut aus.“ Jürgen Weißflog hat noch Hoffnung: „Der Lkw mit den Tannennadeln kommt wohl später.“ Auch Nicole Richter fragt: „Ist da die Hälfte unterwegs verloren gegangen?“

Christopher Brand wundert sich: „Dafür haben die einen 80-Tonner gebraucht? Den Ast hätten doch zwei Leute aufstellen können.“

Marcus Günther betont die Vorteile: „Super Teil! Mit besonders viel Raum zur kreativen Gestaltung.“ Auch Nico Eller sieht das Gute: „Er kann schon mal nicht viele Nadeln verlieren.“ Trost kommt auch aus Gotha: „Und ich dachte immer, wir in Gotha sind schlecht dran mit Weihnachtsbäumen“, schreibt Jenny Keitel.

Wenig Angriffsfläche für den Wind

Nach dem umgefallenen Baum von 2015 sehen manche Vorteile in der Sicherheit des diesjährigen Modells: „Wenn der Sturm kommt, fällt er definitiv nicht um. Dieser kommt durch“, schreibt Matthias Rath. Auch Jenny Ehrhardt meint: „Bietet zumindest beim nächsten Sturm nicht allzu viel Angriffsfläche.“

Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Deshalb versucht es Jürgen Klimitsch mit einem Gedicht: „Ein Baum hat viele Äste, das ist an ihm das Beste. Doch ist er kahl, dann ist’s ein Pfahl.“ Chris Restel ist sich nicht ganz sicher: „Steht der noch vom Vorjahr?“ Diana Gutschner meint: „Vielleicht ist er nicht so fotogen und haut uns live total vom Hocker?“

Ein Alexander Erfurt vermutet: „Der von der Stadt, der das Ding ausgesucht hat, war entweder besoffen oder nimmt Tabletten.“ Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten: „Der hat was geraucht“ und „Der hat wahrscheinlich die Äste geraucht, die an dem Baum fehlen.“ Dieter Ehrle ist sich dagegen sicher: „Ein Überlebender des Waldsterbens.“

Fast schon philosophisch schreibt David Buchhalter: „Dieser Baum spiegelt die Stimmung in Deutschland wieder.“ Jens Düring gibt zu bedenken: „Seid froh, dass in diesen Zeiten noch eine halbwegs grüne Fichte gefunden wird, die der Borkenkäfer noch übrig gelassen hat. Es ist sowieso ein Wahnsinn, so einen großen Baum durch die Gegend zu karren, damit wir drei Wochen einen Schreib haben. Also vielleicht etwas mehr Demut.“

Carsten Schmitt will sich offenbar schon als Weihnachtsbaum-Experte für nächstes Jahr bewerben: „Muss man solche Schmuckstücke eigentlich lange suchen oder braucht man da ne Ausbildung dafür?“ Carmen Kohl schreibt stellvertretend für viele: „Ich hätte den Baum lieber im Wald gelassen, das ist doch eine Schande.“

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