Deutsches Fußball-Quiz: Jenaer ist König der Fußballfragen

Jena  Tino Häßner hat mit einem Kumpel das Deutsche Fußball-Quiz als neue App entwickelt und sich 15.000 Fragen ausgedacht.

Tino Häßner aus Jena denkt sich Fragen für das Deutsche Fußball-Quiz aus.

Tino Häßner aus Jena denkt sich Fragen für das Deutsche Fußball-Quiz aus.

Foto: Tino Zippel

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Die Fußballsaison neigt sich dem Ende entgegen. Damit Fans nach den letzten Entscheidungen des Spieljahres besser über die fußballlose Zeit kommen, hat ein Team mit dem Jenaer Tino Häßner (29) eine neue Smartphone-App entwickelt: das Deutsche Fußball-Quiz.

„Die Idee hatten wir beim Sushi-Essen“, berichtet Häßner. Schon lange störte ihn, dass es zwar viele verschiedene Fußballquiz gab, aber der längerfristige Spielspaß fehlte. „Oft waren die Fragen zu einfach und gingen nicht in die Tiefe“, sagt Häßner. Und so kam die Idee, selbst eine App zu entwerfen.

Kumpel Ralf Lammer aus Heddesheim (Baden-Württemberg) programmierte, Häßner tüftelte an den Fragen. Der Software-Tester, der Kunden im ganzen Bundesgebiet betreut, nutzte abends die Zeit im Hotel. Von 18 bis 23 Uhr produzierte er Fragen am Fließband. „Ich bin systematisch durch die Ligen gegangen und habe zu jedem Verein Fakten recherchiert.“ Zudem habe er sich den DDR-Fußball vorgenommen, um eine breite Basis zu bieten. Dabei beschränkt er sich längst nicht nur auf die Spieler, sondern fragt auch nach dem Namen des Programmheftes, der Hymne oder des Maskottchens. Auf diesem Wege hat er schon 15.000 Fragen zusammengestellt.

Häßner ist glühender Fan des FC Carl Zeiss Jena. „Zum FCC habe ich natürlich mehr Fragen als zu anderen Drittligisten entwickelt“, sagt er und bleibt stets neugierig. Täglich scannt er die Presse und soziale Netzwerke nach Ideen und verarbeitet auch Skandale in neue Quizfragen.

Das besondere bei dem Spiel ist, dass der Anwender unter Zeitdruck steht. Um die Fragen zu beantworten, bleiben nur 90 Sekunden Zeit. Bei einer falschen Antwort gibt es eine Gelbe Karte. Nach dem dritten Fehler folgt die Rote Karte. Verschiedene Joker reduzieren zwar die Antwortmöglichkeiten, kosten aber in der Gesamtabrechnung Punkte.

Zunächst hat das Team nur eine App für Android-Geräte herausgebracht. Eine Variante für Apple-Geräte zu vermarkten, sei noch zu teuer. Neben einer kostenfreien App, bei der die Zahl der Spiele pro Tag beschränkt ist, gibt es auch eine kostenpflichtige Premium­version. Insgesamt haben schon 700 Nutzer das Quiz aus dem Playstore von Google geladen.

Herunterladbar unter www.fussball-app-kostenlos.de

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