Die besten Imker Thüringens kommen aus dem Weimarer Land

Ohrdruf (Gotha). Elke-Martina Jung aus Bad Sulza und Achim Krause aus Eckolstädt wurden mit dem Goldenen Ehrenpreis des Landes Thüringen geehrt.

Minister Jürgen Reinholz und Landesverbandschef Frank Reichardt übergeben mit Honigkönigin Anna Keim Gold an Elke-Martina Jung und Achim Krause. Foto: Lutz Ebhardt

Minister Jürgen Reinholz und Landesverbandschef Frank Reichardt übergeben mit Honigkönigin Anna Keim Gold an Elke-Martina Jung und Achim Krause. Foto: Lutz Ebhardt

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Wieder waren es zwei Imker aus dem Weimarer Land, die mit Bienenfleiß und einem glücklichen Händchen punkten konnten. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Elke-Martina Jung aus Bad Sulza und Achim Krause aus Eckolstädt waren beim Thüringer Imkertag am Samstag auf Schloss Ehrenstein in Ohrdruf die Einzigen, deren Honig auf die Höchstnote 5,0 kam. Sie wurden durch Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz mit einem Goldenen Ehrenpreis bedacht.

Immerhin dürften seither auch fleißig die Bienen unterwegs sein. Als die Jagdbläser vom Auftakt kündeten, schien die Sonne - der Frühling war angekommen. Der lange Winter forderte seinen Tribut. Auch Krause verlor einige seiner Völker. Etwa 70 mit jeweils rund 45.000 Bienen betreut er an vier Standorten zwischen Jena und seinem Heimatort. Dennoch hofft er auf ein gutes Honigjahr. "Bienenvölker sind meist schlauer als der Imker", sagt er lächelnd.

Und so fiel die Bilanz des Imkertages, zu der rund 200 der mehr als 2000 Thüringer Imker gekommen waren, zwiespältig aus. Zwar sei die Zahl der Imker leicht gestiegen, doch dafür die der Bienenvölker gesunken. Und daran trägt nicht nur der lange Winter Schuld. Petra Friedrich vom Deutschen Imkerbund verwies auf die bekannte und auch hier akute Problematik der durch Pflanzenschutzmittel verursachten Bienenkrankheiten und generell fehlender Nahrung. Ihr Vorschlag an die Gemeinden: "Eine wilde Blumenwiese ist oftmals preiswerter als grüner Rasen."

Dass die Thüringer dennoch vorzüglichen Honig produzieren, zeigte die lange Reihe der prämierten Honiggläser im Ohrdrufer Bürgersaal. Mit Krause und Jung kommen die beiden Besten übrigens vom Jenaer Verein. "Man könnte sagen, der Honig von der Ilm-Saale-Platte ist der beste", lachte Krause, der sich oft mit seiner Imker-Kollegin austauscht. Ihm selbst gelänge übrigens der Rapshonig immer am besten, sagte er. Eine Kostprobe nahmen nicht nur die Ehrengäste des Tages mit nach Hause. Steffen Klippstein vom ausrichtenden Ohrdrufer Imkerverein übergab die rund 100 Gläser an prämierten Honigen an den hiesigen Kirchenladen "Manna Manna", der sie an Bedürftige verteilen wird.

Geschenke gab es auch für die Imker. Minister Jürgen Reinholz übergab einen Förderbescheid von 28.000 Euro an Frank Reichardt vom Thüringer Verband. Gothas Landrat Konrad Gießmann brachte für den Ohrdrufer Verein 1500 Euro aus dem Fördertopf der Sparkasse mit, die Bürgermeisterin Marion Hopf (alle CDU) spontan noch um 150 Euro aufstockte. Losglück unter zahlreichen Bewerbern hatten die Hansen-Grundschule in Gotha und die Grundschule Friemar. Mit Unterstützung des Imkerverbandes bauen die Schüler demnächst ein Insektenhotel für den Unterricht.

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