Die Zauberinnen: Es war einmal in Eisenach oder Sommer vorm Balkon

Zauberin Marie Helene fragt sich, was das Leben in einer Kleinstadt ausmacht. Sie zieht mit ihrer Familie nach Darmstadt

Die beiden Zauberinnen: Marie-Helene Anschütz und Carolinde Müller-Wolf.

Die beiden Zauberinnen: Marie-Helene Anschütz und Carolinde Müller-Wolf.

Foto: filmwild/s.stolz

Wir alle träumen von den großen Ferien. Strand, Wasser und Drinks in sonnigen Gefilden. Ach ja, dolce vita!

Es heißt, der Mensch braucht im Jahr mindestens eine Woche Auszeit. Blickwinkel und Horizont sollen sich ändern. Auch mal einen Tag in der Horizontalen zu verbringen, gehört dabei für viele dazu.

Die großen Fragen, die anstehen: Wohin und was kostet es? Auch wenn man beides schnell beantworten kann, ist es nicht immer einfach, schnell nach Italien oder Hawaii zu jetten.

So kommt es, dass man wegen der vielen Hochzeiten in einem Sommer oder in meinem Fall wegen eines Umzugs, doch den Sommer in der Stadt verbringt. Um der täglichen Stadthitze zu trotzen, besucht man hier in Darmstadt beispielsweise den See mitten in der Stadt. In Eisenach hätte sich für mich eine Dauerkarte im Waldbad Ruhla gelohnt. Shopping schafft ebenso Abhilfe bei Temperaturen am Ende der 30er, da die meisten Läden über eine gut funktionierende Klimaanlage verfügen.

In dieser Saison geht es auch farblich heiß zu. Mit luftigen Zauberschlappen und einem Fähnchen von Kleid ausgestattet kann man aus der Umkleide ins nächste Eiscafé stolpern.

Auch ein Ort wie der Baumkronenpfad im Hainich zu empfehlen. Ein leichtes Lüftchen umweht die Nase.

Bei kulturellen Ausflügen in Museen oder Theater behält man einen kühlen Kopf. Die Klimaanlagen funktionieren bestens im Luther- oder Bachhaus, im Foyer des Theaters werden gekühlte Getränke gereicht.

Aber was hilft uns noch die fönartige Hitze gut zu überstehen? Hier ein paar Tipps von mir:

1.Mit nasser Wäsche ins Bett. Bettwäsche und das Hemdchen kommen direkt aus der Waschmaschine. Spart den Trockner. In einer beliebten Serie lernte ich kürzlich, wie man sich noch anders erfrischen kann. Man lege die Unterwäsche ins Gefrierfach. Aber bitte gewaschen!

2. Thermalwasser gehört in jede Tasche.

3. Rollläden runter, selbst wenn sich die dunkle Wohnung etwas trist anfühlt, so hält man nicht nur die Sonnenstrahlen, sondern auch die Hitze fern.

5. In Asien lernte ich: Eine Misosuppe am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Dies gilt im Sommer ebenso. Heiße Getränke und Suppen kurbeln den Kreislauf an und lassen uns mit Temperaturen besser umgehen.

Balkonien kann also ein schönes Urlaubsziel sein, kennt man seine Plätze und Möglichkeiten.