Diözesanversammlung in Uder: Pfadfinder weiter ohne Chef

Uder (Eichsfeld)  Sechs Stämme mit etwa 170 Mitgliedern gehören zum Diözesanverband Erfurt der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Am Wochenende trafen sich Vertreter der Stämme aus Brehme, Erfurt, Heiligenstadt, Uder und Weimar im Pfarrzentrum St. Jakobus in Uder zu ihrer 23. Diözesanversammlung.

Die Diözesanvorsitzende Christina Klaus und Diözesankurat Markus Könen müssen auch im kommenden Jahr ohne einen Diözesanvorsitzenden auskommen. Foto: Vera Wölk

Die Diözesanvorsitzende Christina Klaus und Diözesankurat Markus Könen müssen auch im kommenden Jahr ohne einen Diözesanvorsitzenden auskommen. Foto: Vera Wölk

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Eingeleitet wurde die dreitägige Veranstaltung mit einer Leiterschulung, bei denen den rund 20 Teilnehmern die Grundlagen des DPSG näher gebracht wurden. „Die Leiterschulung war ein Wunsch von den Teilnehmern“, berichtete die Diözesanvorsitzende Christina Klaus vom Stamm „St. Jakobus der Ältere“ aus Uder. Begrüßen konnte sie zur Versammlung neben 23 stimmberechtigten Mitgliedern auch einige Gäste, beispielsweise vom Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) und der Kolping Jugend.

Dem DPSG-Vorstand gehört neben Christina Klaus derzeit nur noch Pfarrer Markus Könen aus Heiligenstadt als Diözesankurat an. Ein Nachfolger für den im vergangenen Jahr zurückgetretenen Franz Liebisch als Diözesanvorsitzender sollte im Rahmen der Versammlung gewählt werden, doch im Vorfeld hatte sich kein Kandidat gefunden. Deshalb warb Markus Könen zu Beginn der Sitzung noch einmal dafür, dass sich jemand bereit erkläre dieses Amt zu übernehmen – allerdings vergeblich.

In ihrem Bericht ging Christina Klaus auch auf die Bundesdiözese ein, bei der unter anderem angesichts der momentanen Flüchtlingssituation auch das Projekt „Wir sind Fremde freundlich“ gestartet wurde. Hierbei soll es Flüchtlingskindern auch ermöglicht werden, an den Stammestreffen teilzunehmen. In den Diskussionen während der Versammlung zeigte sich, dass die Vorarbeit, dies den Kindern zu ermöglichen schwieriger werden wird, als die spätere Integrationsarbeit in den einzelnen Gruppen.

Zudem berichtete die Vorsitzende auch von der Region Nord-Ost, zu der der Diözesanverband gehört. Hier wollen sich die einzelnen Verbände gegenseitig unterstützen, und es kann auch an Veranstaltungen der anderen Verbände teilgenommen werden. Außerdem bedankte sich der Vorstand bei allen für die Unterstützung. Im Rahmen der Versammlung wurde zudem die Jahresaktion 2016 vorgestellt, die unter dem Motto „H2016 – Wasser zählt“ laufen wird.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Markus Könen als Diözesankurat für weitere drei Jahre wiedergewählt. Zudem wurden sieben Vertreter der Stämme für den Vorstand gewählt. „Leider ist es uns nicht gelungen, doch noch einen Kandidaten für das Amt des Diözesanvorsitzenden zu finden“, erklärte die Vorsitzende. Beendet wurde die dreitägige Versammlung mit einer heiligen Messe, die von Bischof Ulrich Neymeyr, ein Jahr nach dessen Einführung, mit den Pfadfindern in der Uderaner Kirche gefeiert wurde.

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