Doppelt Theater über krasse Themen

Greußen. Gemeinschaftsschüler setzen sich mit Gewalt, Fremdenfeindlichkeit oder Ausgrenzung in sozialen Netzwerken auseinander.

Auch Stella aus Trebra, die in Greußen die achte Klasse besucht, stimmte das Theaterstück in der Aula der Gemeinschaftsschule nachdenklich.

Auch Stella aus Trebra, die in Greußen die achte Klasse besucht, stimmte das Theaterstück in der Aula der Gemeinschaftsschule nachdenklich.

Foto: Henning Most

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Mobbing im Internet, Gewalt, Drogen und Rassismus – richtig heftiges Theater erlebten Schüler der Greußener Gemeinschaftsschule in den vergangenen Tagen. Mit den aufgeführten Themen konfrontierten Romana Schneider und Philipp Bodner ihre jugendlichen Zuschauer in zwei Bühnenstücken.

Die beiden Schauspieler vom Radiks-Ensemble aus Berlin boten den Schülern allerdings auch Möglichkeiten an, mit solchen Problemen umzugehen: Freundschaft, Respekt und Achtung füreinander und Vertrauen in sich selbst und andere spielten in den beiden Stücken ganz wichtige Rollen und zeigten Wege aus scheinbar aussichtslos vertrackten Situationen. Ob sie diese Chancen während des Spiels entdeckt hatten, konnten die Schüler gleich im Anschluss an die Aufführungen in der Aula im Gespräch mit den Schauspielern unter Beweis stellen.

Vorher hatten sich etwa 150 Fünft- und Sechstklässler beim Stück „Fake! oder: War doch nur Spaß“ mit Sticheleien, Mobbing-Attacken und Ausgrenzung in sozialen Netzwerken auseinandergesetzt. So etwas sei auch im Alltag an der Schule hin und wieder ein Problem, erklärte Annegret Schäfer, die Schulsozialarbeiterin, auf Nachfrage von Thüringer Allgemeine. Selbst bei Fünftklässlern sei das Thema deshalb angebracht, mit Prävention könne nie früh genug begonnen werden. Deshalb hatte sie die Chance ergriffen, die Stücke in Greußen aufführen zu lassen. Das Radiks-Ensemble tourt gerade durch Thüringer Schulen. Finanziert wurde das Gastspiel in Greußen aus Fördermitteln vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und im Rahmen des Landesprogramms „Denk bunt!“.

Mit Szenen über Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Kriminalität bestürmten die Schauspieler bei „Wir waren mal Freunde“ die Jugendlichen aus den Klassen sieben und acht der Gemeinschaftsschule. Dabei erkannten einige Schüler Vorurteile wieder. Über ihre Eindrücke und Einsichten sprachen sie nach der Aufführung in einer dafür vorgesehenen Unterrichtsstunde in ihren Klassen weiter.

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