Eichsfelder Kinder testen Wissen und Fitness bei Waldjugendspielen

Heiligenstadt (Eichsfeld)  Der Regen am Mittwochmorgen machte den 341 Viertklässlern aus allen zwölf Grundschulen des Altkreises Heiligenstadt nichts aus. Begeistert waren sie bei den diesjährigen Waldjugendspielen des Forstamtes Heiligenstadt voll bei der Sache.

Was ist das für ein Tier? Die Heiligenstädter Kinder waren voll bei der Sache. Foto: Silvana Tismer

Foto: zgt

Einige der Kinder wussten schon recht gut Bescheid, obwohl die Aufgaben teils ganz schön knifflig waren. Genau zwölf Stationen gab es auf einem 2,5 Kilometer langen „Wissensweg“ rund um das Gelände des Neunbrunnens zu absolvieren.

„Das Angebot reicht vom reinen Wissen über sportliche Betätigung bis hin zu Rätseln und zur Präparatebestimmung“, erklärt Förster Matthias Rahrig, der mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Seebach und dem Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal die Waldjugendspiele begleitete. Zahlreiche Förster betreuten die Stationen.

Richtig Spaß hatten die Viertklässler bei Aktionen wie Baumstammsägen, einen Holzhaufen nach der Stoppuhr umzustapeln oder beim Baumscheibenspiel. Besonders interessant waren die Präparate, wo die Kinder die Namen der Tiere bestimmen mussten. Überall gab es Punkte – am Ende wurde zusammengerechnet. Als strahlender Sieger ging am Ende die 4. Klasse der Grundschule „Im Luttertal“ in Lutter hervor. Platz zwei ging an die Kinder der Grundschule Effelder, auf den dritten Rang kamen die Schützlinge der Klasse 4a der Grundschule „Brüder Grimm“ Wüstheuterode.

Wie immer kam es den Organisatoren der Waldjugendspiele, die es schon mehr als 15 Jahre gibt, darauf an, den Kindern die Natur näherzubringen und das Interesse an der heimischen Flora und Fauna zu wecken. Da gab es ganz schönes Staunen, dass es in den Eichsfelder Wäldern sogar Hermeline geben kann. Und einen Sperber von einem Bussard zu unterscheiden, fiel auch nicht ganz so leicht. Aber die Größenunterschiede wurden kindgerecht erklärt. Natürlich stellten die Förster und Ranger die Hilfen vor, mit denen die Tiere unterstützt werden können, zum Beispiel Nistkästen.

Unterstützt wurden die Waldjugendspiele von der Landesforstanstalt, „aber auch von der Holzindustrie, Forstunternehmern und Privatwaldbesitzern“, so Rahrig. Ein Dankeschön richtete er an das Deutsche Rote Kreuz, an die Pächter des Neunbrunnens, die das Gelände zur Verfügung stellen und die Verpflegung übernahmen und an Heiligenstadts Bürgermeister Thomas Spielmann, der nicht nur ideell, sondern auch ein bisschen finanziell unterstützte.

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