Ein Krimipreis für das Reformationsjubiläum

Tambach-Dietharz  Die Stadt Tambach-Dietharz lobt Schriftstellerpreis aus und spürt der Legende von Luthers wundersamer Heilung nach

Siegfried Nucke regt Krimipreis an. Foto: L. Schilling

Siegfried Nucke regt Krimipreis an. Foto: L. Schilling

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In Tambach-Dietharz ist Martin Luther laut Legende 1537 von einem Nierenleiden erlöst worden. Doch was hat wirklich die wundersame Heilung des Reformators bewirkt? Spannt sich darum bis zum heutigen Tag ein Kriminalfall? Das fragen sich Pfarrer Gregor Heidbrink und Siegfried Nucke, Hobbyschriftsteller und Leiter des Wirtschaftsgymnasiums Sundhausen. Heidbrink aus Finsterbergen – bekannt geworden mit seinem Krimi „Der gute Mensch von Düsteroda“ – hatte die Idee, den Fall Luther mit einem „Wunderwasser-Preis“ zu verbinden. „Da bekommt man richtig Lust mitzuschreiben“, findet Bürgermeister Marco Schütz.

Der Luftkurort Tambach-Dietharz hat sich ein Herz gefasst und den mit 1000 Euro dotierten Krimi-Preis für 2017 ausgeschrieben. Auf zehn Seiten könnte im August 2017 das Rätsel um das Wunderwasser gelöst werden, eingebettet in das Lutherfest der Stadt, sagt Siegfried Nucke. Bis zum 1. April können Deutschlands Krimi-Autoren ihre Beiträge einreichen. Am 16. August ist der Abend der Entscheidung. Eine Jury, der neben Heidbrink, Nucke und Schütz auch Matthias Biskupek (Schriftsteller), Ruth Breer (freie Journalistin) und Ingo Glase von der Thüringer Allgemeinen angehören, soll die besten Texte ermitteln. Eine öffentliche Lesung stellt bis zu vier Autoren mit ihren Kurzkrimis vor. Die besten Texte werden als Taschenbuch und E-Book veröffentlicht. An Fortsetzung ähnlich wie in Wandersleben beim Menantes-Preis für erotische Literatur sei nicht gedacht, sagt Marco Schütz. Ganz so will Siegfried Nucke den Fall Luther und das wundersame Heilwasser nicht im Raum stehen lassen. Er fragt sich schon jetzt: „Gibt es am Ende noch viel mehr ungelöste Rätsel, die nach Fortsetzung gieren.“

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