Erfurt: Mischung Nummer 14 hat Potenzial

Marbach  Bugafreunde planen bunte Einfallsstraßen. Teststreifen für temporäre Blumenfelder blühen jetzt im Geströdig

Im Teststreifen für die temporären Blumenfelder im Buga-Jahr 2021 gibt es auf dem Acker von Saatzucht Rose auch Fuchsschwanz. Die Pflanze wächst höher als die anderen, müsste also im Hintergrund wachsen, finden Annegret Rose, Blumenfelder-Projektleiter Eberhard Czekalla und Norbert Wernet , Projektkoordinator der Buga-Freunde.

Im Teststreifen für die temporären Blumenfelder im Buga-Jahr 2021 gibt es auf dem Acker von Saatzucht Rose auch Fuchsschwanz. Die Pflanze wächst höher als die anderen, müsste also im Hintergrund wachsen, finden Annegret Rose, Blumenfelder-Projektleiter Eberhard Czekalla und Norbert Wernet , Projektkoordinator der Buga-Freunde.

Foto: Lydia Werner

Nicht alle Saatgutmischungen von bunt blühenden Sommerblumen eignen sich gleichermaßen, um im Jahr der Bundesgartenschau 2021 üppige Blumenfelder als Hingucker an den Erfurter Einfallsstraßen zu zaubern. Manche fallen sogar regelrecht durch. Mischung Nr. 14 hat Potenzial.

„Temporäre Blumenfelder“ heißt ein Projekt des Vereins Freunde der Bundesgartenschau. Auf den Feldern von Rose Saatzucht im Geströdig blühen in diesen Tagen Blumenmischungen, die für solche Blumenrabatten rund um Erfurt in Frage kommen.

Welche tatsächlich geeignet sind und welche den Test nicht bestanden haben, das beurteilten Firmenchefin Annegret Rose, Dr. Eberhard Czekalla als Projektleiter „Blumenfelder“ und Norbert Wernet, Projektkoordinator bei den Buga-Freunden, die sich zum Bonitieren auf dem Acker trafen. Bonitieren ist die fachgerechte und qualitative Beurteilung von Pflanzen. Eberhard Czekalla kennt sich als ehemaliger Leiter der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau bestens damit aus. Und Annegret Rose hat in ihrem Betrieb vor den Toren der Stadt rund um die Uhr mit der Qualität von Saatgut zu tun.

Testfeld musste zweimal beregnet werden

Für das Testfeld mit 15 Mischungen auf rund 350 Quadratmetern musste sie es schon zweimal regnen lassen. Sonst wäre noch weniger aufgegangen. Bei den temporären Blumenfeldern im Buga-Jahr sollte die Blütenpracht möglichst ohne zusätzliches Bewässern funktionieren.

Ringelblumen und Sonnenhut, Stockrose, Borretsch, Cosmea und viele andere blühende Blumen und Kräuter sollen in drei Jahren ein prächtiges Farbensspiel bieten. Bienenweide, so gut sie auch für Insekten ist, sieht man im Vorüberfahren einfach nicht. Zu zurückhaltend. „Klare Farben sind geeigneter“, stellt Annegret Rose fest. Der Fuchsschwanz, auch Amaranth genannt, wächst zu hoch. Der müsste im Hintergrund stehen, um den anderen Blumen nicht den Platz und das Licht streitig zu machen.

Auf drei bis fünf Hektar kommen die Flächen insgesamt, welche der der Verein für die Blumenfelder ausgesucht hat. Noch befindet sich das Projekt im Planungsstadium, stehen noch nicht alle möglichen und gewünschten Flächen an Einfallsstraßen zur Verfügung. „Die Gespräche laufen“, sagt Eberhard Czekalla. Die Finanzierung des Saatguts beläuft sich auf 5000 Euro und ist durch die Buga-Freunde bereits abgesichert.

Die Teststreifen für die Saatgutmischungen im Geströdig sind schon ein wichtiger Schritt. „Die Bedingungen in diesem Sommer waren bescheiden“, stellt der Gartenbauexperte kurz und knapp fest. Ein paar Mischungen sollen nächstes Jahr noch einmal getestet werden – und vielleicht auch andere. Andere Versuchsbeete haben sich die Buga-Freunde beispielsweise im Egapark angeschaut

„In drei Jahren werden für die blühenden Straßenränder zudem viele fleißige Helfer gebraucht, die notfalls gießen, die Flächen im Auge behalten und beim Ausputzen Hand anlegen, damit alles während der kompletten Buga-Zeit schön frisch ausschaut“, sagt Norbert Wernet. Aber auch daran arbeiten die Buga-Freunde fleißig. Damit die Eigentümer der Flächen, für das Projekt gewonnen werden können und diese für ein, zwei Jahre zur Verfügung stellen, ist viel Kleinarbeit notwendig. Die Kersp­lebener haben das Thema sogar auf die Tagesordnung ihrer nächsten Ortsteilratssitzung gepackt. „Sie wollen sich um die geeignete Fläche kümmern“, sagt Eberhard Czekalla. Dort gibt es vermutlich auch mit der Hege und Pflege keine Probleme, selbst wenn der Sommer so warm und trocken wie der in diesem Jahr daherkommt. Woanders ist noch lange nicht alles in Sack und Tüten.

Mit den Blumenfeldern zur Buga wird vorübergehend an die rund 2000 Hektar rund um Erfurt erinnert, auf denen Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts Blumensaatgut vermehrt wurde. Sie sollen möglichst von April bis Oktober durchgehend blühen.

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