Ermittlungen zu Brandanschlag laufen

Artern  Noch keine Erkenntnisse zum Vorfall auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Artern

Schwarzer Fleck auf Stein – die Überreste des Brandsatzes untersucht nun die Polizei. Foto: K. Fischer

Schwarzer Fleck auf Stein – die Überreste des Brandsatzes untersucht nun die Polizei. Foto: K. Fischer

Foto: zgt

Im Fall des Brandanschlags auf das Gelände in Artern, auf dem sich eine Flüchtlingsunterkunft befindet, gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Die Ermittlungen laufen, sagte gestern der Sprecher der Polizeidirektion Nordhausen, Thomas Soszynski, auf Nachfrage von „Thüringer Allgemeine“.

Die Arternerin Hedi Bialkowski, die auf dem Königstuhl zwei Flüchtlingsfamilien betreut und sich auch sonst in der Flüchtlingshilfe engagiert, zeigte sich gestern schockiert: „Ich bin traurig, tief traurig und entsetzt. Die wohnen jetzt schon so lange hier und fügen sich doch ein“, meinte sie fassungslos.

Dass das Hotel Ziel des Anschlags gewesen sein könne, kann sie sich nicht vorstellen. Und selbst dann hätten die Täter billigend in Kauf genommen, dass Menschen verletzt würden. „Dass so was jetzt in Artern passiert, entsetzt mich in großem Maße. Ich hoffe, dass die Täter schnell gefunden werden.“

Am frühen Samstagmorgen war das Gelände auf dem Königstuhl mit mehreren Brandsätzen attackiert worden. Ein Anwohner hatte Feuerschein beobachtet und die Leitstelle alarmiert. Die Brandsätze waren vermutlich vom Zaun aus auf das umfriedete und nachts verschlossene Gelände geworfen worden und im Bereich des neu eröffneten Hotels aufgeschlagen. Im Nachbargebäude leben minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, in einem Trakt des Hotels zwei Flüchtlingsfamilien.