Erneute Verzögerung beim Bau der Raststätte "Leubinger Fürstenhügel"

Leubingen.  Die Fertigstellung der Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ an der Autobahn A 71 hat sich erneut verzögert.

Der Rohbau der Raststätte „Leubinger Fürstenhügel“, hier ein Bild von August 2019, ist inzwischen fertiggestellt.

Der Rohbau der Raststätte „Leubinger Fürstenhügel“, hier ein Bild von August 2019, ist inzwischen fertiggestellt.

Foto: Jens König (Archiv-Foto)

Die Fertigstellung der Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ an der Autobahn A 71 hat sich erneut verzögert. Der Konzessionsnehmer, die Shell Deutschland Oil GmbH, geht nunmehr von einer Inbetriebnahme im 4. Quartal aus.

Ursprünglich hatten die Beteiligten mit dem Abschluss des Projektes im vergangenen Jahr gerechnet, dann verschob sich der Zeitplan wegen der guten Konjunktur auf dem Bau und einer kleinteiligeren Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt und man avisierte das Frühjahr 2020 als Fertigstellungstermin.

Doch die Arbeiten an der Autobahnraststätte sind noch nicht abgeschlossen. Bisher seien der Rohbau und die tanktechnischen Anlagen (ohne Zapfsäulen) inklusive aller Fahrbahnen fertiggestellt, informierte Shell-Pressesprecherin Cornelia Wolber auf Anfrage der Thüringer Allgemeine.

Zum Grund für die erneute Verzögerung erklärte sie: „Die Sicherheit aller Projektbeteiligten hat oberste Priorität bei der Realisierung unserer Vorhaben. Deshalb haben wir uns entschließen müssen, die Anzahl der Monteure zu reduzieren und der Bauablaufplan musste entzerrt werden, um die Hygieneregeln einzuhalten. Darüber hinaus gab es in den letzten Wochen zusätzliche Terminverschiebungen durch Corona bei Lieferanten, die zu weiteren Verzögerungen geführt haben.“

Für die Ausstellung zur Bronzezeit im Gebäude der Rastanlage seien die Aufträge für das Mobiliar erteilt und die Ausstellungsmodule sowie die Technik befänden sich in der Vorfertigung. Darüber hinaus lasse man aktuell die Replikate für die Ausstellung fertigen.

Die Gestaltung der Freiflächen an der Tank- und Rastanlage inklusive der Landschaftsterrasse liegt in der Hand der Deges Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH. Die Flächen seien bereits fertiggestellt, so Lutz Günther, Bereich Kommunikation des Unternehmens. Derzeit erfolge die Betonage und Fertigstellung des Zeitreisewegs, außerdem werde noch die Aussichtsplattform auf dem Fürstenhügel hergestellt. Zudem würden Restarbeiten durchgeführt, beispielsweise Ansaaten sowie verbleibende Erd-, Entwässerungs- und Beräumungsarbeiten.

Die Fertigstellung verschiebe sich aufgrund der umfangreichen archäologischen Grabungen, während der die Bautätigkeiten eingestellt werden mussten, auf August 2020, so Lutz Günther.