Erstmals Kranichzug in Nordthüringen noch im Januar

Eichsfeld. Kirchgandern (Eichsfeld). Schon seit vielen Jahren beobachtet der Rentner Georg Buchmann aus Kirchgandern die Kranichzüge. Und noch nie hat er bisher erlebt, wie er sich bei der Durchsicht seines Notizbuches vergewisserte, dass noch Anfang Januar Kraniche in Richtung Süden über Kirchgandern hinweg flogen.

Die Kraniche waren Anfang Januar am Stausee Berga-Kelbra im Kreis Nordhausen aufgebrochen. Foto: Wilhelm Slodczyk

Foto: zgt

Aber nun ist dies geschehen. Am 2. und am 3. Januar beobachtete Georg Buchmann jeweils in der Mittagszeit insgesamt drei Schwärme, die jetzt noch nach Süden flogen, insgesamt etwa 700 Vögel. Wie seine Nachfrage bei anderen Kranich-Experten ergab, waren diese Kraniche jeweils am Stausee Berga-Kelbra aufgebrochen.

Dort hätten sich wegen der außerordentlich milden Witterung im Dezember und des guten Nahrungsangebotes noch mehrere Tausend Kraniche aufgehalten. Jetzt flögen sie weiter bis zur nächsten Rast in der Bodensee-Region und dann weiter nach Südfrankreich. Von dort würden viele dieser Kraniche weiterziehen bis in die spanische Extremadura. Der Flug über die Pyrenäen dürfte für sie wegen der Winterstürme gefährlich werden, meint Buchmann.

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