Es gibt noch mehr als genug

Regelmäßig wird dazu aufgerufen, die Insekten im persönlichen Umfeld zu zählen. Auch jetzt wieder – die jüngste Bestandsaufnahme wurde am Sonntag beendet. Die Naturschützer erwarten sich dadurch die ...

Foto: zgt

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Regelmäßig wird dazu aufgerufen, die Insekten im persönlichen Umfeld zu zählen. Auch jetzt wieder – die jüngste Bestandsaufnahme wurde am Sonntag beendet. Die Naturschützer erwarten sich dadurch die Bestätigung, dass es wieder weniger geworden sind. Wie die dann irgendwann veröffentlichten Zahlen zustandekommen, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Allein die Ameisen, die unter meiner Hollywoodschaufel hin und her krabbeln. Ich könnte die stundenlang zählen, es würden zum Schluss Tausende sein. Oder muss ich die einmal gezählten aus dem Verkehr ziehen? Vor meiner Zählung hätte es dann mehr gegeben als danach. Die Naturschützer hätten damit Recht: Es werden weniger.

Ich glaube aber nicht an einen Schwund. Zumindest nicht in meinem Garten. In der Wiese ist die Hölle los und in der Erde buddelt sich unzähliges Getier seinen Weg. Und im Komposthaufen finden regelrechte Massen-Veranstaltungen statt. Unmöglich in Zahlen zu fassen. Und die Biester, die recht schnell unterwegs sind, zu schnell für das menschliche Auge, lassen sich eigentlich überhaupt nicht registrieren. Es sei denn man ist genauso schnell. Je schneller, desto besser! Wer mit 200 Sachen auf der Autobahn unterwegs ist, „zählt“ auf der Windschutzscheibe wesentlich mehr, als der, der mit 100 über die Landstraße zuckelt. Auch für die schnellen Insekten gilt: Es werden weniger (nach der Zählung). Deswegen habe ich bisher nie mitgemacht.

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