Fast 250 Kinder setzen ein Zeichen für den Siedlerweg

Bad Berka  Abschluss einer thematischen Projektwoche auf dem Acker, wo künftig die Bad Berkaer Grundschule stehen soll

Fertig zum Einbauen in den Eingangsbereich eines künftigen Schulgebäudes: Die Hexenberg-Grundschüler präsentieren am erhofften Standort am Siedlerweg die bunten Steine, die bei der Projektwoche entstanden.

Fertig zum Einbauen in den Eingangsbereich eines künftigen Schulgebäudes: Die Hexenberg-Grundschüler präsentieren am erhofften Standort am Siedlerweg die bunten Steine, die bei der Projektwoche entstanden.

Foto: Michael Grübner (2)

Fast 250 Kinder, zwölf Pädagogen und der Hausmeister der Bad Berkaer Grundschule Am Hexenberg versammelten sich gestern Vormittag dort, wo sie sich ihr künftiges Domizil wünschen: auf der Ackerfläche am Siedlerweg, gleich neben dem Marie-Curie-Gymnasium. Eine Projektwoche lang hatten sie sich mit dem Neubau-Thema beschäftigt, unter dem Titel „Zukunfts(t)räume – Neue Schule“. Für den gemeinsamen Abschluss waren die Erst- und Zweitklässler gut 20 Minuten zu Fuß vom Hexenberg herunter gelaufen, die Kinder der dritten und vierten Klassen sind seit Jahren aus Kapazitätsgründen in Räume des Gymnasiums ausgelagert.

Die Kinder und Lehrer wollten mit dieser Projektwoche auch ein Zeichen senden: „Jetzt, wo von Seiten der Stadt aus alles klar ist und nur noch die Entscheidung des Kreises fehlt, ist das wichtig“, sagte Schulleiterin Martina König. „Die Chancen stehen so gut.“ Die Tatsache, dass bereits die zuständige Beigeordnete des Weimarer Landes, Christiane Schmidt-Rose, zum Termin vor Ort war, um mit der Schulleitung die künftige Raumplanung zu besprechen, wertet sie als positives Signal.

Neun Stationen hatten die Pädagogen für die Projektwoche vorbereitet: „Wie baut man ein Haus?“, „Was uns Farben sagen können“, „Wie sollten Lernräume aussehen?“, „Wir gestalten eine Hausfassade“, „Wie können wir den Schulgarten anlegen?“, „Wie gestalten wir unseren Schulhof?“, „Umweltgerechtes Bauen“, „Wie machen wir eine Schule behindertengerecht?“ sowie „Stein auf Stein – Wie Mauern entstehen“. Gruppenweise durchliefen alle Kinder das komplette Programm.

Möglichst viele der Ergebnisse sollen sich im erhofften Neubau dann auch tatsächlich wiederfinden. So bastelten die Kinder Kartuschen, die bei der Grundsteinlegung mit versenkt werden sollen. Bei „Stein auf Stein“ gestalteten sie bunte Quader aus Gasbeton und Kalksandstein, die die Architekten im Eingangsbereich mit verbauen lassen sollen. Martina König: „Stellt euch mal vor, wenn das klappt, dann könnt ihr in vielen Jahren zu euren Kindern sagen: Das habe ich damals gemalt!“

„Das wird die schönste Schule in unserem Städtchen sein“: Der Refrain des auf dem Acker gemeinsam gesungenen Liedes klang noch lange nach. Am Dienstag, 24. Oktober, können sich auch Eltern und andere Interessierte viele der Projektwochen-Ergebnisse anschauen: Dann steht auf dem Hexenberg von 16 bis 18 Uhr der Tag der offenen Tür auf dem Programm.

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