Fertigstellung der Raststätte Leubinger Fürstenhügel an der A 71 verzögert sich

Die Freigabe der Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ an der Autobahn  71 verzögert sich. Bis alles fertig ist, können noch zwei Jahre ins Land gehen.

Noch stehen Bagger auf der Baustelle der Tank- und Rastanlage "Leubinger Fürstenhügel" an der Autobahn A 71 zwischen den Ausfahrten Sömmerda-Ost und Kölleda. Die Raststätte kann noch nicht genutzt werden. Foto: Jens König

Noch stehen Bagger auf der Baustelle der Tank- und Rastanlage "Leubinger Fürstenhügel" an der Autobahn A 71 zwischen den Ausfahrten Sömmerda-Ost und Kölleda. Die Raststätte kann noch nicht genutzt werden. Foto: Jens König

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Die Freigabe der Tank- und Rastanlage "Leubinger Fürstenhügel" an der Autobahn 71 verzögert sich. Wie die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, ist die Inbetriebnahme der Verkehrsflächen und des temporär aufgestellten WC-Containers nunmehr für Frühjahr geplant.

Noch im Herbst des vergangenen Jahres hatte die Deges im Gespräch mit Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) und weiteren Vertretern der Stadt Sömmerda angekündigt, dass die Parkstellfläche voraussichtlich zum Jahresende als provisorische Anlage freigegeben werden solle. Aufgrund einer zusätzlich erforderlichen Grundwasserabsenkung sei dies jedoch noch nicht erfolgt, erklärte die Deges nun gegenüber der Thüringer Allgemeine.

Leitung unterhalb der Bahntrasse fehlt noch

Die Verkehrsanlagen seien bereits fertiggestellt, heißt es weiter. Die Parkstellfläche ist für 135 Autos, 78 Lkw, 5 Busse sowie 5 Caravans ausgelegt. In der Anlage müssten jedoch die Beschilderung und die Markierung noch hergestellt werden. Derzeit befinden sich Bagger und Baufahrzeuge auf dem Areal. Die provisorische WC-Anlage ist bereits vorhanden – und lange vor der Freigabe schon mit Schriftzügen beschmiert.

Die für die Tank- und Rastanlage notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen wurden ebenfalls bereits weitestgehend verlegt, informierte die Deges weiter. Das Regenrückhaltebecken ist in Betrieb, Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom liegen schon in der Erde.

Es fehlt lediglich noch die Leitungsführung unterhalb der Bahntrasse. Diese wird im Rahmen einer Sperrpause der Bahnstrecke bis Ende März 2017 fertiggestellt sein, so die Ankündigung der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH. Während des laufenden Bahnbetriebs sei eine Leitungsverlegung nicht möglich, die Strecke muss dafür gesperrt sein.

Vergabeverfahren für Hochbauten läuft

Obgleich die Freigabe der Parkflächen später erfolgt als angekündigt, liege man bei der Projektrealisierung im Zeitplan, so die Aussage der Deges. Die europaweite Ausschreibung der Hochbauten und deren Außenanlagen wurde im Jahr 2016 gestartet. Das Vergabeverfahren wird als mehrstufiges Verhandlungsverfahren in diesem Jahr durchgeführt.

Der Bau der Tank- und Rastanlage soll im Jahr 2018 durch den erfolgreichen Bieter/Konzessionsnehmer vorbereitet und möglichst begonnen werden, heißt es seitens der Deges. Setzt ein Anbieter einen der drei prämierten Entwürfe aus dem interdisziplinären Planungswettbewerb für die Tank- und Rastanlage um, würde der Bund die landschaftsplanerische Gestaltung außerhalb des Grundstücks entsprechend dem Siegerentwurf übernehmen.

Dazu gehört ein Weg von der Raststätte bis zum Leubinger Fürstenhügel, der der Tank- und Rastanlage ihren Namen gab. Ein weiterer Weg soll von der Raststätte in südlicher Richtung zu einer Freiterrasse führen, von der aus man einen guten Blick zum Fürstenhügel hat.

Die endgültige Inbetriebnahme der Tank- und Rastanlage "Leubinger Fürstenhügel" werde zur Werkschau der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen 2019 angestrebt, so die Aussage der Deges.