Feuerwehr betreibt Spielplatz in Auleben

Wahlkampfgeschenk hin oder her Carsten Rößler, Vorsitzender der freiwilligen Feuerwehr in Auleben, freute sich am Montag aufrichtig über die 3000 Euro, die Landrat Joachim Claus (CDU) in Form eines Zuwendungsbescheides des Thüringer Innenministeriums mitgebracht hatte.

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Auleben. "Der Freistaat macht damit etwas, was nicht selbstverständlich ist: Er fördert Sachen mit Lottomitteln, die nicht förderfähig sind", sagte Claus und zielte auf das ungewöhnliche Projekt ab, das jüngst ins Leben gerufen wurde.

"Die freiwillige Feuerwehr des Ortes ist auf die Idee gekommen, einen Spielplatz zu betreiben. Dafür ist das Geld gut angelegt", meinte der Landrat. "Im vergangenen Jahr haben wir den Nutzungsvertrag zwischen der Landgemeinde Heringen und dem Feuerwehrverein unterzeichnet", berichtete Bürgermeister Maik Schröter (CDU). Im Rahmen einer sogenannten "Private Public Partnership" (Partnerschaft zwischen Kommune und Verein) habe sich die Auleber Feuerwehr auf die Fahnen geschrieben, den neuen Spielplatz am Humboldtschen Schloss zu bauen, zu erhalten, zu pflegen.

"Wir können mit dem Geld ein zweites Spielgerät anschaffen, und zwar einen Balancierparcours", sagte Feuerwehrchef Carsten Rößler. Im vergangenen Jahr war bereits ein Holzauto für den Spielplatz gekauft worden. Wenn das zweite Gerät eingetroffen ist, soll mit dem Anlegen des neuen Platzes begonnen werden.

"Hintergrund des Projektes ist, dass wir wieder mehr Kinder für die Feuerwehr gewinnen wollen", verdeutlichte Rößler und sprach damit indirekt ein Nachwuchsproblem in dem Goldene-Aue-Dorf an. Durch das Betreiben des Spielplatzes werde der Kontakt zu den Kindern hergestellt. Als Nächstes plant der Verein die Anschaffung einer Hangrutsche, eines Sandkastens und einer Sitzgruppe. Als Letztes soll dann noch eine Federwippe folgen. "Wir planen aber langfristig. Denn wir wissen, dass es nicht ganz billig werden wird", gab Rößler zu bedenken.

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