Finale für „Genial zentral“ mit modernem Wohnhaus

Gotha  Langfristig angelegtes Innenstadt-Sanierungsprogramm kommt zum erfolgreichen Abschluss

Der Neubau in der Schwabhäuser Straße 33 ist der letzte Lückenschluss in der Gothaer Innenstadt im Rahmen des Projektes „Genial zentral“.

Der Neubau in der Schwabhäuser Straße 33 ist der letzte Lückenschluss in der Gothaer Innenstadt im Rahmen des Projektes „Genial zentral“.

Foto: Peter Riecke

In der Schwabhäuser Straße im Zentrum der Kreisstadt wird wieder gebaut. Dort entstehen im Auftrag einer Bauherren-Gemeinschaft Wohnungen mit zwei bis zu fünf Räumen in einem Energieeffizienz-Haus. Sie sind mit Sole-, Wasser- und Wärmepumpe sowie einer speziellen Lüftungsanlage zur Wärme-Rückgewinnung ausgestattet. Architekt ist Sebastian Großkopf, der gemeinsam mit seiner Partnerin als einer der Preisträger in einem städtebaulichen Wettbewerb in der Schwabhäuser Straße bereits mehrere Häuser errichten konnte. Allein in der Schwabhäuser Straße beziehen sieben Gebäude einen Teil ihrer Energie aus Tiefenbohrungen zwischen 80 und 120 Meter.

Doch Großkopf ist bei Weitem nicht der einzige, dessen Ideen in und um die Schwabhäuser Straße Wirklichkeit werden. Mit dem Neubau in der Nummer 33 geht das Pilotvorhaben „Genial zentral“ allmählich zu Ende. Um die Jahrtausendwende sah es in der Schwabhäuser Straße noch anders aus jetzt. Verfall an vielen Stellen prägte das Bild. Die ursprünglich geschlossene Struktur des Viertels war durch die Abbrüche einsturzgefährdeter Gebäude aufgebrochen. Anderen Häusern in der Straße und den Nebengassen sah man den langfristigen Leerstadt an.

Als im Jahr 2002 der Freistaat das Thüringer Pilotvorhaben „Genial zentral — Unser Haus in der Stadt“ initiierte, bewarb sich Gotha zunächst mit drei Teilgebieten erfolgreich. Im Jahr 2009 wurde um ein viertes Teilgebiet erweitert.

Das Projekt steht unter Federführung von Bärbel Ernst aus dem Stadtplanungsamt, die auch an die Unterstützung durch den damaligen Baubürgermeister Klaus Exner (CDU) erinnert. 17 Grundstücke wurden erworben, enttrümmert, neu parzelliert und mit Baurecht versehen. Dann ging es an die aufwendige Gewinnung von Bauherren oder Investoren. Ausschließlich Gothaer Architekturbüros engagierten sich, gingen teilweise mit Planungen in Vorleistung. Rund 900.000 Euro Fördermittel und 300.00 Euro städtische Mittel wurden eingesetzt, gut 370.000 Euro flossen durch den Verkauf an Bauwillige wieder zurück. Fast 70 neue Bewohner hat die Innenstadt durch das Projekt.