Flächen der Buga auch danach mit Leben füllen

Erfurt  Koblenzer Freunde der Bundesgartenschau besuchen Egapark

Mit den Bugafreunden aus Koblenz kamen auch Rolf und Dorothee Schilling, Anna Maria Schuster, Wilhelm Müller und

Mit den Bugafreunden aus Koblenz kamen auch Rolf und Dorothee Schilling, Anna Maria Schuster, Wilhelm Müller und

Foto: Lydia Werner

In Koblenz ist die Bundesgartenschau schon seit sechs Jahren vorbei, aber noch nicht wirklich Geschichte: Der Verein der dortigen Bugafreunde wächst sogar noch. Seine derzeit 1100 Mitglieder sind auf vielen Gebieten aktiv. „Für uns gibt es ein Vor, ein Während und ein Nach der Buga“, erklärt Geschäftsführerin Anna Maria Schuster.

Die Internationale Gartenschau in Berlin war dieser Tage Pflichtprogramm für die reiselustigen Koblenzer Bugafreunde. Etwa 100 waren an zwei Tagen unterwegs. Auf der Rückreise blieben ein paar Stunden Zeit, die sie für die Kür im Erfurter Egapark nutzten. „Was mich besonders interessiert, sind die Aktivitäten der Erfurter Freunde des Bundesgartenschau“, sagt die Koblenzerin. Sie war nicht zum ersten Mal in Erfurt. Kontakte zum hiesigen Vorsitzenden Bugafreunde, Dieter Bauhaus oder Vorträge zum Thema führten sie schon in die Stadt. „Ein bisschen Luft nach oben ist da schon noch – bei der Mitgliederzahl und den Aktivitäten.“ Allerdings darf man nicht vergessen, dass auf dem Weg zur Buga 2021 noch vier Jahre Zeit bleiben. Die Koblenzer gingen erst zwei Jahre vorher an den Start und wirken nun noch lange nach.

Weit verbreitet sei vor der Buga 2011 in Koblenz die Idee von Blümchenschau, Verkehrschaos und Baustellen über Baustellen gewesen. Um mit Vorurteilen aufzuräumen, veranstalteten die Bugafreunde allein im Jahr davor 25 Informationsveranstaltungen, bei denen überall sehr viele Fragen gestellt wurden, sich die Einstellung zur Buga aber deutlich verbesserte. „Wir haben uns 2009 mit 127 Mitgliedern gegründet“, sagt Anna Maria Schuster. „Auch jetzt, mit 1100 Bugafreunden handelt es sich ausschließlich um ehrenamtliches Engagement, lediglich in unserer Geschäftsstelle arbeitet jemand auf 400-Euro-Basis.“

Die Liste der Dinge, die die Bugafreunde für Koblenz auch sechs Jahre danach noch auf die Beine stellen, ist lang. Ein Mobilitätsprojekt haben rund 200 Ehrenamtliche an 185 Tagen Buga im Zwei-Schicht-System betrieben. Verliehen wurden Rollatoren, Rollstühle und Bollerwagen gegen Pfand. Das wurde weitergeführt und funktioniert immer noch. Weitere Beispiele sind die Pflege von 3500 Quadratmetern Staudenfläche alle vier Wochen, ein Programm für Kinder und Jugendliche im einstigen „Bunten Klassenzimmer“ der Buga mit Terminen vorwiegend in den Ferien oder das Fortsetzen einer Vortragsreihe mit urbanen Themen. „Da kommen regelmäßig 100 bis 120 Leute“, sagt sie. Mit vielen neuen Partnern werden die früheren Buga-Flächen mit Veranstaltungen bespielt. 50 sind es für dieses Jahr von Mai bis Oktober.

Ziel sind belebte Buga-Flächen. Auch den Erhalt der Seilbahn, für den Unterschriften gesammelten wurden, haben die Bugafreunde begleitet. Das sind noch längst nicht alle Ideen und Aktivitäten.

Rund 10 000 Arbeitsstunden haben die Bugafreunde im Vorjahr ehrenamtlich geleistet. Und Anna Maria Schuster ist sich sicher: Dieses Jahr werden es nicht weniger sein.

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