Fragen an Landrat Henning

Ist Ihre Motivation Eichsfeld first?

Zu den Äußerungen von Landrat Werner Henning in dieser Zeitung am 25. Mai 2017:

Sehr geehrter Herr Henning,

nach Lektüre der Veröffentlichung unter der Überschrift „Dieser Ton ist unangemessen“ ergeben sich für mich Fragen an Sie zu folgenden Zitaten:

1. „Ich habe diese Altlasten nicht zu verantworten. Wie sie zustande gekommen sind ..., aber ich will es auch gar nicht wissen.“

Warum wollen Sie nicht wissen, dass die Altlasten der ehemals CDU-geführten Landkreise Mühlhausen und Bad Langensalza das „Startkapital“ für den 1994 gegründeten SPD-geführten Unstrut-Hainich-Kreis waren.

2. „ ... also rede ich mit dem Land. Und auch darüber, wie die Altlasten und vorhandenes Vermögen kaufmännisch bewertet werden.“

Ist Ihnen bewusst, dass zu einer seriösen kaufmännischen Bewertung von Altlasten und vorhandenem Vermögen auch gehört, politische Entscheidungen zulasten des Unstrut-Hainich-Kreises und zugunsten des Eichsfeld-Kreises sowie verschiedene Rahmenbedingungen einzubeziehen?

3. „Mit dem alternativen Vertrag einer Verschmelzung des Unstrut-Hainich-Kreises auf den Landkreis Eichsfeld – bei dem die Region UH von heute auf morgen alle Schulden los wäre ....“

Stellen Sie sich eine „feindliche Übernahme“ des Unstrut-Hainich-Kreises in den Landkreis Eichsfeld vor? Ist Ihre Motivation „Eichsfeld first“?

4. „Meine Sorge gilt nicht der Vergangenheit, sondern der Zukunft.“

Wenn Ihre Sorge der Zukunft gehört und Sie sich „in der Rolle des Geschäftsführers des Eichsfeldes“ sehen, wie stellen Sie sich in einem künftigen Großkreis die Entspannung der aufgeheizten Atmosphäre vor?

Von Gisela Fulle, Mühlhausen

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