Für Backfisch bleibt in Nordhausen der Herd auch mal kalt

Krimderode  Der Nordhäuser Angelklub feiert mit vielen Besuchern das 18. Fischerfest in Krimderode. Das Vereinsgelände soll sich vergrößern.

Das Ehepaar Elke und Arnold Wolf aus Nordhausen ist Stammgast beim Fischerfest.

Das Ehepaar Elke und Arnold Wolf aus Nordhausen ist Stammgast beim Fischerfest.

Foto: Doreen Hotzan

Das Rezept für die Backfisch-Panade bleibt geheim. Das hüten die 32 Mitglieder des Angelklubs Nordhausen auch weiterhin – trotz der hartnäckigen Nachfragen vieler Gäste, sagt Vereinsvorsitzender Peter Großmann am Samstag. Der Backfisch aus der Fritteuse sei stets der Renner beim zweitägigen Fischerfest. Auch diesmal stehen die Besucher auf dem Vereinsgelände Am Grenzrasen in Krimderode um die Mittagszeit wieder Schlange an der Essensausgabe. Fischbrötchen und Fischsuppe ergänzen das kulinarische Angebot, das seit 18 Jahren funktioniert.

Die Idee, ein Fischerfest in der Rolandstadt zu veranstalten, haben sich die Angler von einem befreundeten Verein aus Bruchsal abgeguckt. „Dort holten wir uns Anregungen, wie so etwas aufgezogen wird“, erzählt Peter Großmann. Die ersten Jahre sei nur in einem Pavillon gefeiert worden, der immer wieder abgebaut und weggeräumt werden musste. Mittlerweile stehen auf dem Festgelände ein Zelt und Biertischgarnituren.

Auch im Vereinsheim können die Besucher Platz nehmen. Ein musikalisches Rahmenprogramm gehört von Anfang mit dazu. Am Samstag sorgt Alleinunterhalter Uwe Lange für Stimmung. Sonntag sind dafür die Musiker der Touring Blasmusik Nordhausen zuständig. Auch den kleinen Gästen wird stets einiges geboten. Bei der 18. Auflage ist wieder das Schau-Aquarium aufgebaut. „Künftig wollen wir für Kinder und Jugendliche noch mehr machen“, kündigt Peter Großmann an. Das sei derzeit aus Platzgründen nicht möglich. „Deshalb hoffen wir, dass uns die Stadt etwas Fläche verkauft, damit wir uns vergrößern können. Der Antrag ist gestellt“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Ganz ohne Unterstützung können die Angler ihr Fischerfest, das stets am Wochenende nach Himmelfahrt stattfindet, nicht stemmen. „Die Fritteusen bekommen wir aus Bruchsal. Den Fisch beziehen wir von einem Großfischhändler und von der Fischzucht aus Altenbrak stammen die frischen Forellen“, erläutert der Vereinsvorsitzende weiter. Die Gäste scheint das nicht zu stören. Waltraud Roesch besucht seit drei Jahren das Fest. „Ich verbinde das mit einem Hundespaziergang, genieße hier die Urlaubsstimmung, trinke ein Bier und probiere den Fisch“, sagt die Nordhäuserin, die am Samstag in Begleitung ihrer Hündin Cleo zum Vereinsgelände gekommen ist. Auch das Ehepaar Arnold und Elke Wolf aus der Rolandstadt schaut regelmäßig vorbei. „Wir essen gerne Fisch, der hier immer wunderbar schmeckt“, sagt Arnold Wolf. Für seine Frau hat der Besuch noch einen Vorteil: „Ich musste nicht kochen.“

In zwei Jahren laden die Angler zum 20. Mal auf ihr Vereinsgelände ein. „Das wird dann größer aufgezogen werden“, blickt Peter Großmann weit voraus.