Gotha und Umgebung in historischen Fotografien

Gotha  Jens Geutebrück zeigt historische Fotografien seiner Heimatstadt. Der Hobby-Chronist lädt erstmals zu einem öffentlichen Vortrag ein

Jens Geutebrück mit den vermutlich ältesten Fotoaufnahmen der Stadt Gotha. Die linke Aufnahme könnte von etwa 1854 stammen. Foto: Dirk Bernkopf

Jens Geutebrück mit den vermutlich ältesten Fotoaufnahmen der Stadt Gotha. Die linke Aufnahme könnte von etwa 1854 stammen. Foto: Dirk Bernkopf

Foto: zgt

Jens Geutebrück hat sich mit seiner Sammelleidenschaft für historische Fotos einen Namen gemacht. Der Gothaer gab in diesem Jahr ein Buch mit Fotografien seiner Heimatstadt heraus, die der Londoner Fotograf Francis Bedford im Jahre 1858 für englische Königin Victoria angefertigt hatte (wir berichteten).

In seiner Facebook-Gruppe „Die historische Kommission“ hat Geutebrück knapp 6000 Mitglieder, die täglich, oft sogar im Minutentakt über historische Fotos und Grafiken diskutieren. Stellt der Gothaer ein Foto mit einer interessanten Straßenansicht ins Netz, dann dauert es nur Sekunden bis das erste Gruppenmitglied fragt, was das Bild genau darstellt. Geutebrück lässt seine „Fans“ gern eine Weile rätseln und freut sich besonders über Kommentare, in denen sich die Gruppenmitglieder an eigene Erlebnisse in den betreffenden Straßen und Gebäuden erinnern.

Geschichtsinteresse liegt dem Sammler im Blut

Jens Geutebrück, dessen siebenfacher Uropa Christian August Geutebrück (1758-1817) einst als Archivsekretär für Herzog IV von Sachsen-Gotha-Altenburg tätig war, hat das Geschichtsinteresse praktisch im Blut und verblüfft mit einem enormen Wissen über seine Heimatstadt und deren Umgebung.

In der kommenden Woche möchte Jens Geutebrück Gothaer Bürger für die Geschichte ihrer Stadt begeistern und lädt am Mittwoch, dem 25. November, ab 16.30 Uhr, in den „Treff 55 plusminus“ in der August-Creutzburgstraße 2b zum Vortrag „Gotha und Umgebung in historischen Fotografien“ ein. Der 41-Jährige wird in dem Lichtbildervortrag Kopien der vermutlich ältesten Fotografien der Stadt und des Landkreises zeigen. Die Bilder findet der Urgothaer in privaten Sammlungen, aber beispielsweise auch im ungarischen Nationalarchiv.

Seine Gäste werden im Vortrag Bekanntes und viel Unbekanntes entdecken. Natürlich können auch Fragen gestellt und eigene Erinnerungen geschildert werden.

„Gotha und Umgebung in historischen Fotografien“, am 25. November, 16.30 Uhr im Treff 55 plusminus, Creutzburg-Straße 2b, Eintritt frei.