Grünen-Vorstoß zu Baustopp am Danakil auf der Erfurter Ega löst Proteste aus

Erfurt  „Unverantwortlich“, „polemisch“, „absurd“: Die Stadträte anderer Fraktionen weisen die Forderung mit scharfen Worten zurück.

So soll die Danakil-Halle einmal aussehen.

So soll die Danakil-Halle einmal aussehen.

Foto: SWE Stadtwerke Erfurt

Die Forderung der Grünen nach einem Baustopp am Danakil-Klimazonenhaus auf der Ega hat in der Stadtpolitik Irritationen und Protest ausgelöst. Freie Wähler, CDU und SPD nannten den Vorstoß „unverantwortlich“, „polemisch“ oder „absurd“. Die Grünen wollen den Bau des Ega- und Buga-Höhepunktes stoppen, weil es nicht zu Erfurt passe, viel Energie verbrauche und die Buga-Planung an anderer Stelle vermeintlich aus dem Ruder laufe.

Daniel Stassny (Freie Wähler) widersprach der Behauptung der Grünen, sich immer schon gegen das Projekt geäußert zu haben. Der Gegenwind sei in Ausschüssen und im Aufsichtsrat nicht zu spüren gewesen. Die Grünen wüssten zudem, dass der Stadtrat gar keine Möglichkeit habe, den Bau zu stoppen. Peter Stampf, ebenfalls von den Freien Wählern, wunderte sich, dass der Protest gegen ein Projekt geht, das mit der Veranschaulichung bedrohter Lebensräume wie dem Regenwald doch ausgerechnet grüne Wertevermittelt. CDU-Fraktionschef Michael Panse vermutet, dass die „bizarre Forderung“ von falschen und zu späten Entscheidungen der rot-rot-grünen Stadtrats-Koalition etwa zur Buga auf dem Petersberg ablenken soll. „Offenbar liegt den Grünen nicht viel daran, dass die Stadt mit der Buga wenigstens ein Stück vorankommt“, sagte Panse. SPD-Fraktionschef Frank Warnecke verteidigte das vom gesamten Stadtrat beschlossene Gesamtkonzept der Buga als ausgewogen und reagierte „mit großem Unverständnis“ auf den Grünen-Vorstoß. „Das Klimazonenhaus ist auch der Ersatz für die wenig energieeffizienten alten Ausstellungshallen, die zukünftig nicht weiter betrieben werden sollen“, sagte er.

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