Grundschüler bei Waldjugendspielen im Bleicheröder Forst

Bleicherode (Kreis Nordhausen). Seit 1993 richtet das Forstamt Bleicherode zusammen mit der Stiftung Deutscher Wald im Areal rund um den Bleicheröder Kuhbrunnen die Waldjugendspiele aus. 15 bis 16 vierte Klassen aus dem ganzen Landkreis sind Standard.

Die Kinder der Klasse 4b aus Ilfeld hatte sichtlich Spaß, nicht nur beim Zapfenweitwurf, bei dem intern der Zapfenkönig ermittelt wurde. Foto: Silvana Tismer

Die Kinder der Klasse 4b aus Ilfeld hatte sichtlich Spaß, nicht nur beim Zapfenweitwurf, bei dem intern der Zapfenkönig ermittelt wurde. Foto: Silvana Tismer

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„Jedes Jahr zwischen 300 und 350 Kindern“, bestätigt Knut Apel, stellvertretender Forstamtsleiter. Insgesamt 35 Helfer standen auch am Mittwoch wieder bereit, um die 15 teilnehmenden Klassen über die 16 Stationen zu führen, mit dabei auch das Deutsche Rote Kreuz.

Die 24. Waldjugendspiele waren aber dieses Mal ein bisschen anders. „Wir schauen immer, was wir noch besser machen können“, sagt Apel. Früher wurden an jeder Station Punkte gesammelt, in der anschließenden Auswertung wurde die beste Klasse gesucht. Das ist jetzt anders. „Wir wollten den Leistungsdruck herausnehmen. Es gab oft Enttäuschungen.“

Jetzt sollen die Kinder ohne Druck Neugier auf den Wald entwickeln. So ganz ohne ging es aber auch nicht. An vier Stationen ging es tatsächlich ums Können. Zum Beispiel beim Sägen. Zehn Zentimeter sollte die Scheibe etwa betragen. Wer nahe genug am Maß war, bekam Preise, genau wie beim Holzstapelumsetzen oder beim Baumscheibenspiel, als es um Team-Arbeit ging. Und beim Bogenschießen sowie beim Zapfenweitwurf wurden klassenintern der Zapfenkönig oder der Bogenkönig ermittelt. Die ersten drei Plätze bekamen wie bei Olympia die Medaillen umgehängt. Dafür hatten die Mitarbeiter vom Forstamt Zapfenmedaillen und kleine Zielscheiben aus Holz gebastelt.

Ganz wichtig aber ist es für Knut Apel, dass bereits erworbenes Wissen vertieft und spielerisch neue Erkenntnisse zum Wald und seiner Komplexität gewonnen werden. „Damit die Kinder Lust bekommen, mit ihren Eltern einen Spaziergang zu unternehmen.“ Großer Wert wurde nicht zuletzt auf das Umweltbewusstsein gelegt. Drei Stunden ging es für die Kinder aus dem ganzen Landkreis durch den Wald. Mit Lachen und Freude. Natürlich gab es am Ende noch eine kleine Siegerehrung und für jeden eine Teilnehmerurkunde. Ein halbes Jahr Vorbereitung steckt immer in den Waldjugendspielen. Ohne Sponsoren ist es nicht machbar.

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