Haftstrafe nach Angriff auf Frau

Mühlhausen  Vergewaltiger schuldig gesprochen

Wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Mühlhausen am Montagmittag zwei 23-Jährige aus Eritrea zu vier und fünf Jahren Haft verurteilt. Ein dritter Angeklagter wurde mangels Beweisen freigesprochen.

Laut Urteil war das Duo Ende August 2016 bei der Vergewaltigung der 28 Jahren alten Frau aus Ungarn im Mühlhäuser Bahnhofsviertel „arbeitsteilig“ vorgegangen. Ein Angeklagter habe das ungarische Opfer an den Oberarmen festgehalten, während der andere sie vergewaltigte. Im Prozess hatten alle drei Angeklagten die Tat bestritten. „Ich war wegen der Kirmes stark alkoholisiert und habe mit ihr einmal geschlafen“, sagte ei­ner der Angeklagten im Juni. Laut Staatsanwaltschaft seien aber deutliche DNA-Spuren bei dem Opfer festgestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer Haftstrafen von sechs Jahren beziehungsweise fünf Jahren und neun Monate. Die Verteidiger der Angeklagten plädierten auf Freispruch. Dagegen sagte der Vorsitzende Richter, Gerd Funke, am Montag bei der Urteilsverkündigung: „Die Aussagen des Opfers sind glaubwürdig und passen zu den am Tatort gefundenen Spuren.“

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