Hautklinik steht nicht zur Debatte

Nordhausen  Klinikumschef dementiert Gerüchte

Gerüchten, am Südharz-Klinikum gebe es keine stationäre Hautklinik mehr, widerspricht die Geschäftsführung des Hauses vehement: „Die stationäre Versorgung war und ist uneingeschränkt gegeben“, erklärte Guido Hage.

Er erklärt sich die Unsicherheit in der Bevölkerung mit einer seit Monaten schon geübten Praxis: In belegungsärmeren Zeiten wie etwa im Sommer oder zu Weihnachten, wenn weniger geplante OP’s anstehen, zögen Hautklinik und Allgemeine Chirurgie zusammen. „Angebot und Nachfrage müssen auch in einem gesunden Verhältnis stehen, alles muss bezahlt werden. Und es gibt für alle Abteilungen unseres Hauses ein interdisziplinäres Belegungsrecht“, erklärt Klinikumschef Guido Hage. Zu Zeiten der Grippewelle seien internistische Patienten beispielsweise im ganzen Haus verteilt, die medizinische Versorgung sei auf demselben hohen Niveau wie auf der „Stammstation“.

Angesichts des offensichtlichen Wahrnehmungsproblems hat sich die Geschäftsführung nun allerdings dazu entschieden, von der Regelung Abstand zu nehmen. Die Allgemeine Chirurgie zieht also wieder zurück auf die Ebene 6, wenngleich dann von dort der Weg zu den OP-Sälen in Ebene 4 länger ist, ein Fahrstuhl nötig ist.