„Heiße Ziege“ ist heiß begehrt

Greußen  Eine Käsespezialität vom Ziegenhof Peter in Greußen wurde beim „Deutschen Käsepreis 2017/18“ ausgezeichnet.

Iris Heinze zeigt die „Heiße Ziege“ – eine Art Grillkäse – der beim „Deutschen Käsepreis“ zu den prämierten Sorten gehörte. Es gibt ihn mit verschiedenen Kräutern, wie Knoblauch, buntem Pfeffer oder auch Kräutermischungen.

Iris Heinze zeigt die „Heiße Ziege“ – eine Art Grillkäse – der beim „Deutschen Käsepreis“ zu den prämierten Sorten gehörte. Es gibt ihn mit verschiedenen Kräutern, wie Knoblauch, buntem Pfeffer oder auch Kräutermischungen.

Foto: Christoph Vogel

Den Landwirtschaftsbetrieb von Katja und Wolfgang Peter aus Greußen gibt es schon etwas länger. Die erste Ziege wurde fast genau vor 20 Jahren gekauft. „Das war reiner Zufall, dass es sich um eine vom Aussterben bedrohte Thüringer Waldziege handelte“, erzählt Katja Peter. Um diese alte Rasse züchten zu können, haben die Peters in ganz Thüringen nach Einzeltieren gesucht und diese gekauft – große Herden habe es damals nicht gegeben.

Heute, zwanzig Jahre später, gibt es auf dem Ziegenhof Peter etwa 100 milchgebende Ziegen, dazu fünf Zuchtböcke. In Spitzenzeiten erzeugt der Familienbetrieb etwa 300 Liter Milch am Tag. Nach deren Verarbeitung – es kommt darauf an, welche Sorten produziert werden – sind das etwa 30 bis 50 Kilogramm Käse, die am Tag hergestellt werden.

Das Sortiment ist im Laufe der Jahre immer größer geworden. Es reicht von verschiedenen Sorten Frischkäse, über frischen Weichkäse und Camembert, bis hin zu „Mühlenkäse“, einem Schnittkäse. Letzterer hat seinen Namen bekommen, weil er im Mühlenkeller des Landwirtschaftsbetriebs reift.

Was die Erweiterung des Sortiments betrifft, lässt sich der Familienbetrieb – mit drei Angestellten und einer Auszubildenden, immer mal etwas Neues einfallen.

Mit ihrer neuesten Kreation, der „Heißen Ziege“, die im vergangenen Jahr erstmals hergestellt wurde, hat der Ziegenhof auf Anhieb einen Preis gewonnen. Beim „Deutschen Käsepreis 2017/18“, der vom Verband für handwerkliche Milchverarbeitung veranstaltet wird, wurde die Hofkäsespezialität aus Greußen in die Riege der 25 besten handwerklich hergestellten Käse gewählt.

Zudem gab es für das Produkt „Zicke Olé“ einen Qualitätspreis. Dabei handelt es sich um einen Frischkäse mit Kürbiskernöl. „Die Idee stammt von einem Kunden“, gibt Katja Peter mit einem Augenzwinkern zu.

Etwa 130 verschiedene Käse aus ganz Deutschland, dazu Österreich und die Niederlande, wurden dem Urteil und der Prüfung einer Fachjury und des Publikums unterzogen. Insbesondere die Meinung und Wertung letztgenannter ist für Katja Peter von großer Bedeutung.

Auch bei ihrer Kundschaft kam die „Heiße Ziege“ gut an. So wurde der Käse bis zu den Weihnachtsfeiertagen des letzten Jahres verkauft. „Wir dachten zunächst, der geht nur saisonal. Aber es ist ein Ganzjahreskäse geworden“, freut sich Katja Peter.

Auch im nächsten Jahr möchte sie sich an der „Großen Käseprüfung“ beteiligen, denn das Prädikat wird nur für den Zeitraum eines Jahres verliehen. Welche Sorte der Ziegenhof Peter dann einschickt, ist allerdings noch völlig offen.

Neben dem Hofladen, in dem etwa 20 bis 25 Prozent des Umsatzes mit den Milch- und Käseprodukten erzielt werden und in dem ab 31. März wieder die Verkaufssaison beginnt, beliefert der Ziegenhof auch Klein- und Großhändler in der Region und darüber hinaus.

Was: Start der Hofladensaison Wann: Samstag, 31. März, von 10 bis 13 Uhr Wo: Ziegenhof Peter, Greußen

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