Hobbykoch aus Teistungen gewinnt Kochshow im TV

Teistungen  Salvador Becker holt den Wochensieg bei der ZDF-„Küchenschlacht“

Salvador Becker hat seine Sieger-Schürze zusammen mit den Menükarten seiner Gerichte eingerahmt. Ende Mai geht es zur nächsten Runde.

Salvador Becker hat seine Sieger-Schürze zusammen mit den Menükarten seiner Gerichte eingerahmt. Ende Mai geht es zur nächsten Runde.

Foto: Johanna Braun

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Er hat einige Wunden zu beklagen, die er in der Schlacht davongetragen hat, doch er ist siegreich nach Hause zurückgekehrt: Salvador Becker aus Teistungen hat bei der TV-Kochshow „Die Küchenschlacht“ im ZDF den Wochensieg geholt und lediglich ein paar Schnittwunden an den Fingern.

Dabei hat er sich gegen fünf andere Hobbyköche durchgesetzt. Die Finalsendung am Freitag schaute er zusammen mit Familie und Freunden im hauseigenen Partyraum in Teistungen.

Und dabei war auch sein „Fanclub“. Denn Marie-Theres Große aus Dingelstädt war Anfang April mit ihren beiden Töchtern und der Enkelin nach Hamburg gereist. Ein Besuch im „Küchenschlacht“-Studio gehörte zum Ausflug dazu. „Dass wir dort einen Eichsfelder treffen, war reiner Zufall und so großartig. Wir haben uns sehr gefreut“, sagte Marie-Theres Große.

Als klar war, dass Salvador Becker gewinnt, lud er die Frauen kurzerhand zum Public Viewing ein und fügte kurz vor der Ausstrahlung noch hinzu: „Die Frau, die meine Maske gemacht hat, kam aus Duderstadt. Es war irre.“ Neben der Leinwand, auf der die Sendung flimmerte, hängt die Sieger-Schürze mit den Menükarten in einem Rahmen an der Wand und Salvador Becker plauderte nach der 45-minütigen Folge noch aus dem Nähkästchen. „Nach dem Anrichten gehen noch mindestens zehn Minuten ins Land, bevor der Juror überhaupt etwas probiert. Da ist dann alles kalt.“

Kalt gelassen hat ihn sein Sieg aber nicht. „Ich hatte am Ende dann schon fast resigniert, weil meine Soße zu dünn geworden ist. Als Sternekoch Christoph Rüffer dann aber mein Gericht gewinnen ließ, war das ein überwältigendes Gefühl.“ Am 31. Mai geht es weiter für den gebürtigen Leinefelder, der seiner Frau zuliebe nach Teistungen gezogen ist. Dann kann er noch mal bei der sogenannten „Champions Week“ alles geben. Gewinnt er dort, hat er in einer weiteren Runde die Chance auf einen 25 000 Euro-Gewinn.

Angemeldet hat sich der Hobbykoch für die Sendung selbst. Nachdem er zweimal absagen musste, ging es dann Anfang April ans Eingemachte. Dass er so weit kommt, hätte Salvador Becker nicht gedacht. Einen zusätzlichen Urlaubstag gewährte sein Chef aber kurzfristig gern.

Salvador Becker ist Schachtmeister und oft auf Montage. „Man ist die ganze Woche allein. Wenn man gut essen will, macht man es selbst.“ Außerdem sei in seiner Familie das Sonntagsessen Männersache. „Das Talent habe ich wohl von meinem Vater.“ Dann fingen er und fünf Freunde an, das „Perfekte Dinner“ des Senders Vox nachzukochen. „Da lernt man auch mal feinere Küche.“

Und so zauberte er Rehrücken, lauwarmen Spargelsalat, Kalbsleber mit Salbei-Balsamico-Soße oder Zitronen-Rosmarin Sorbet so gut, dass selbst die Sterneköche regelrecht ins Schwärmen kamen. „Das eigene Essen schmeckt ja immer gut, aber wenn ein Sternekoch es lobt – das macht einen dann schon mächtig stolz.“

Mit seiner ersten TV-Erfahrung ist er zufrieden, „obwohl ich manchmal ganz schön viel Stuss erzählt habe.“

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