Höllenfeuer samt Kult-Bikes auf dem Kindel

Eisenach  Mehrere Hundert Harveys donnern am Wochenende durch Hainich und Thüringer Wald.

Dem Namen Höllenfeuer machte dieser umgebaute Truck aus den Niederlanden alle Ehre. Mit zwei Jet-Turbinen befeuert, kommt er auf eine Leistung von 16.000 PS. 

Dem Namen Höllenfeuer machte dieser umgebaute Truck aus den Niederlanden alle Ehre. Mit zwei Jet-Turbinen befeuert, kommt er auf eine Leistung von 16.000 PS. 

Foto: Kai Mudra

Der Flugplatz Kindel soll künftig auch für Fans und Fahrer des amerikanischen Kult-Motorrades Harley Davidson eine Begriff werden. Auf dem Areal nördlich von Eisenach haben sich am Wochenende Tausende erstmals zum „Hellfire Bike Weekend“ getroffen. Mehrere Hundert Maschinen der Marke Harley Davidson kamen aus ganz Deutschland, den Niederlanden, aus Österreich und der Schweiz nach Thüringen gedonnert.

Drei Tage Spaß, Musik, Party, Konzert und Ausfahrten in den Hainich und den Thüringer Wald standen auf dem Programm. Allein die Parkreihen boten Fahrern und Interessierten viele Gelegenheiten, die dort abgestellte Motorräder zu bewundern. Wer eine Harley fährt, fängt irgendwann damit an, seine Maschine aufzuwerten.

Das können Paintbrush-Bilder sein oder komplett Neulackierungen. Etliche der Kultbikes waren aber auch umgebaut worden, extrem breite Hinterräder, ein deutlich vernehmbareres Grollen des Motors, tiefer gezogene Lenker, ließen einige der Maschinen noch einmal deutlich aggressiver wirken. Trotz Kultstatus ist in den Harleys modernste Technik verbaut, bis hin zu LED-Licht, Wegfahrsperre und wer möchte, Alarmanlage.

Für Unterhaltung sorgten Freitag und Samstag die Auftritte mehrerer Bands wie „Eddy and The Backfires – Rockabilly“ oder „Jimmy Cornett and The Deadmen“ am Freitag und am Samstag „Die Meute“ aus Thüringen und sowie „Ohrenfeind“. Am Abend bot „Stahlzeit“ eine Rammstein-Tribute-Show.

Dass Harley-Fans genügsam sein können, zeigte der Zeltplatz. Zahlreiche der Gäste übernachteten in Zelten, in der Nähe ihrer Maschinen, andere hatten in Eisenach Hotels gebucht.

Samstagabend wurde dann auf den Kindel wirklich noch ein Höllenfeuer entzündet. Ein Show-Truck mit zwei Jet-Triebwerken aus alten Militärmaschinen, ließ beeindruckende Flammen lodern. Das von Gefährt von Indian Pete aus den Niederlanden treiben insgesamt 12.000 Pferdestärken voran. Zu viel Leistung, um auf dem Kindel Vollgas geben zu können.

Zwei Nummern kleiner war hingegen ein Smart. Donald Portier aus Frankreich hatte allerdings ebenfalls eine Jetturbine in den Kleinwagen gezwängt, s dass auch dieser mit mehreren Tausend PS und einem ansehnlichen Feuerschweif unterwegs sein konnte.

Die Veranstalter planen, nach der erfolgreichen Premiere alljährlich mit dem Harley-Treffen ein Höllenfeuer auf dem Kindel entzünden zu können und so Thüringen für Motorradfahrer noch bekannter zu machen.

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