Hoffnung für Schloss Molsdorf

Molsdorf  Stiftung lässt Vorplanung für Klärung des Abwasserproblems erstellen

Molsdorfs Ortsbürgermeister Wolfgang Friebel vor dem sanierungsbedürftigen Pavillon.

Molsdorfs Ortsbürgermeister Wolfgang Friebel vor dem sanierungsbedürftigen Pavillon.

Foto: Michael Keller

„Natürlich sind wir willens, das Schloss Molsdorf und den Park wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen!“ Der kategorische Imperativ, in dem Doris Fischer, die Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, diese Aussage trifft, lässt kaum Zweifel zu. Es wird aber auch Zeit. Der Zustand des Schlosses, des Schlossteiches und des abseits stehenden Pavillons lassen Besucher immer wieder erschauern (wir berichteten mehrfach).

Der Teich leidet unter anderem unter dem ungefilterten Zufluss des Oberflächenwassers von der Autobahn. Der Dreck wird in den Thöreyer Graben eingespült und gelangt von dort in den Schlosspark. Die Folge: der Teich ist zu zwei Dritteln zugewuchert. Abhilfe, so hatte es Erfurts Wasserkoordinator Matthias Hartmann erarbeitet, könnte mit einer Abriegelung des Baches und einem neuen Quellzufluss erzielt werden.

Die Stiftung wartet auf die Ergebnisse einer in Auftrag gegeben Vorplanung, um dann tätig zu werden. „Gegen Jahresende wird sie vorliegen und wir wissen, was es kosten wird“, so die Stiftungsdirektorin. Man werde sich auch mit dem Wirtschaftsministerium, dem Auftraggeber für die Autobahn, zusammensetzen. Sicher wird es dann um Geld gehen. Sozusagen als späte Entschädigung für die Folgen der Bauerei. „Wir sind sehr unglücklich, wie langsam sich die Dinge bewegen, wie zäh alles ist“, so Doris Fischer, die zugleich in Aussicht stellte, den Pavillon baulich als Gaststätte herrichten zu lassen. Fischer: „Wir brauchen nur das nötige Geld, um sofort loszulegen.“ Das Vorhaben sei übersichtlich, nicht zu komplex, machte sie Hoffnung. Derzeit lasse man den Gesamtzustand untersuchen und das pittoreske Gebäude notsichern.

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