Initiative Landschaftspflege Weißensee besteht jetzt 20 Jahre

Am morgigen Mittwoch ist es auf den Tag genau 20 Jahre her, dass sich die Initiative Landschaftspflege Weißensee als eingetragener Verein gründete. Von den damals 35 Gründungsmitgliedern sind noch 18 aktiv - und genau sie hat der Verein für den Abend zu einer kleinen Feier ins Hotel am Fischhof eingeladen.

Norbert Rasch (links, im Bundesfreiwilligendienst) und Maik Beck von der Gemeinnützigen Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit (GJS) haben schon 50 Nistkästen gebaut, die verwitterte Nistkästen ersetzen sollen. Foto: Ina Renke

Norbert Rasch (links, im Bundesfreiwilligendienst) und Maik Beck von der Gemeinnützigen Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit (GJS) haben schon 50 Nistkästen gebaut, die verwitterte Nistkästen ersetzen sollen. Foto: Ina Renke

Foto: zgt

"Es ist nicht so, dass wir unseren runden Geburtstag im Stillen feiern wollen, die richtig große Feier holen wir am 11. Mai nach", sagt die Vereinsvorsitzende Andrea Fritsche.

Bäume aus fast aller Welt in Weißensee zu Gast

Zunächst einmal zum Tage sollen aber erst einmal die gewürdigt werden, die so lange durchgehalten haben.

Heute zählt die Initiative Landschaftspflege Weißensee über 100 Mitglieder. Meist handelt es sich um Einzelpersonen, als Firmen oder Institutionen sind zum Beispiel die Agrargenossenschaft Weißensee und der Verein Ökoherz Weimar mit im Boot. In den 20 Jahren hat die Initiative Landschaftspflege in Weißensee schon eine Menge bewegt. Anschaulichstes Beispiel ist vielleicht das Vereinsdomizil selbst. "Aus einem Bretterbungalow ist ein massives Bauwerk geworden, mit einem tollen Außengelände", verweist Andrea Fritsche darauf, dass eines der Vereinsziele - der Aufbau eines richtigen Umweltbildungszentrums - inzwischen gut umgesetzt ist.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe sich so auf ein neues Niveau heben lassen und werde gut angenommen. "Unsere Grundschule ist im Monat mindestens einmal bei uns", erklärt Andrea Fritsche. Waidmühle, Kräutergarten, Naturkundekabinett, eine historische landwirtschaftliche Ausstellung und der Nachbau eines traditionellen Steinbackofens lassen Langeweile erst gar nicht aufkommen.

Auch der Aufbau eines Arboretums habe gute Fortschritte gemacht. "Schon in der Anfangszeit haben wir viele Bäume gepflanzt - und seit Anfang an kommt auch immer wieder der aktuelle Baum des Jahres und eine seltene Baumart hinzu", weiß sie. "Inzwischen können wir auf eine riesige Vielfalt verweisen - und es gibt nicht nur heimische Gehölze, sondern auch sehr exotische aus China, Kanada oder Japan."

Ganz besonders widmet sich die Initiative jedoch Projekten wie der Erhaltung der dicksten Kopfweide (Salix alba) Deutschlands - auch wenn, oder gerade weil der zwischen 150 und 200 Jahren alte Baumgigant Andrea Fritsche derzeit große Sorgen bereitet. "Die Last des Alters geht nicht spurlos vorbei. Sie droht, den Baum zu spalten", fürchtet sie. Vor zwei Jahren war zum letzten Mal "Friseurtermin", und so langsam wäre mal wieder Zeit dafür. Gearbeitet wird auch am Gondelteich nördlich von Weißensee, am Schwarzkiefernbiotop am Kainsberg, den Streuobstwiesen an der Alten Chaussee oder der Poststraße, der historischen Wegeverbindung in Richtung Frankfurt am Main.

Auch die Bäume im Stadtgebiet von Weißensee werden gepflegt. Die Initiative Landschaftspflege Weißensee beschäftigt auch einen Bundesfreiwilligendienst-Leistenden und kooperiert mit anderen im Umwelt- und Naturschutz tätigen Firmen und Einrichtungen.

Bild 1: Norbert Rasch (links, im Bundesfreiwilligendienst) und Maik Beck von der Gemeinnützigen Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit (GJS) haben schon 50 Nistkästen gebaut, die verwitterte Nistkästen ersetzen sollen.Foto: Ina Renke

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