Israel-Partnerschaft um Palästina erweitern

Weimar  Offener Brief von Friedensaktivisten in Weimar

In einem offenen Brief an Weimars OB Peter Kleine und die Stadtratsfraktionen haben Prof. Dr. Olaf Weber, Martin Rambow und Erhard Arndt die geplante Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Israel begrüßt. Sie sollte „aber zu einer trilateralen Städtepartnerschaft mit einer israelischen und mit einer palästinensischen Gemeinde erweitert werden“.

Die Partnerschaft einer deutschen mit einer israelischen Stadt sei durch den Holocaust eine besondere. Die janusköpfige Geschichte Weimars zwischen Humanität und Barbarei verleihe dieser Beziehung einen speziellen Charakter. Die Partnerschaft könne als versöhnendes Element in dem schwierigen Verhältnis zwischen Israel und Palästina wirken, so Weber, Rambow und Arndt, die zum lokalen Team „Staffellauf gegen Rüstungsexporte“ gehörten.

Als Fundament der Partnerschaft sehen die Drei den „Schwur von Buchenwald“, da sich die Überlebenden des KZ vor allem zu Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit bekannten. Das seien Begriffe, die im heutigen Israel und in den besetzten Gebieten von hoher Aktualität sind. Weimar könne dabei dem fortwährenden Erinnern an Buchenwald dienen und einen Impuls zur Versöhnung der Konfliktparteien im Nahen Osten geben.

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