Kennedy-Eltern fordern Klassenräume

Daberstedt  Petition aus der freien Gemeinschaftsschule am Rabenhügel hat schon 1000 Unterstützer

Symbolbild.

Foto: Marijan Murat

Mit einer Internet-Petition setzen sich die Eltern der freien Gemeinschaftsschule „John F. Kennedy“ am Rabenhügel für drei zusätzliche Klassenräume ab dem neuen Schuljahr ein. Die wachsende Schule sei auf diese Räume dringend angewiesen, „um als Ganztagsschule verlässlich planen zu können“, heißt es in der Petition, die bereits rund 1000 Unterstützer fand. Die Schule teilt sich das Gebäude mit der Berufsfördereinrichtung der Walter-Gropius-Berufsschule. Weil sich an deren Hauptsitz an der Binderslebener Landstraße Neubauvorhaben verzögern, konnten die Berufsschüler nicht in der abgesprochenen Zeit das Gebäude am Rabenhügel räumen. Die Kennedy-Schule wächst auf und benötigt Jahr für Jahr mehr Platz.

Laut der Schulleiterin Sabine Weißflog ist die Petition auch eine Folge der Aussagen von Bildungsdezernentin Tamara Thierbach (Linke). Auf das Problem angesprochen, hatte Thierbach gesagt, zur Not müsse sich die freie Schule eben extern Räume dazu mieten.

„Nicht genug, dass man unser Problem offensichtlich nicht ernst nimmt: Mit dieser Aussage fühlen sich die Eltern nun zudem verhöhnt“, sagt Weißflog. „Denn auch Frau Thierbach sollte klar sein, dass eine Auslagerung von Klassen logistisch unmöglich ist, vor allem aber dem Gemeinschaftsschulprinzip widerspricht.“

Der Bildungsamtsleiter Werner Ungewiß hatte Thierbachs Aussagen allerdings relativiert. Die Verwaltung suche aktiv nach Ausweichmöglichkeiten für die Berufsschule, betonte er.

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