Kibo kommt am Mittwoch und soll Erfurts Elefantendamen betören

Erfurt. „Chupa“ und „Safari“, die beiden Elefantendamen aus dem Erfurter Zoo, sollten vielleicht versuchen, noch kurzfristig einen Friseurtermin zu ergattern. „Kibo“, der fesche Elefantenbulle mit der Wiener Schmäh, wird nun endlich am Mittwoch nach Erfurt kommen.

Einige Tonnen Verführungskraft, gepaart mit Wiener Charme: Elefantenbulle Kibo ist derzeit noch im Tiergarten Schönbrunn. Foto: Tiergarten Schönbrunn / Nobert Potensky

Einige Tonnen Verführungskraft, gepaart mit Wiener Charme: Elefantenbulle Kibo ist derzeit noch im Tiergarten Schönbrunn. Foto: Tiergarten Schönbrunn / Nobert Potensky

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Er hat nur eine Aufgabe: Er soll die zehnjährige „Chupa“ und die erfahrene „Safari“ ganz wuschig machen, auf dass 22 Monate später vielleicht endlich mal wieder ein Elefantenbaby seine ersten Gehversuche im Erfurter Zoo macht.

Doch zunächst muss der tonnenschwere Gigolo erst einmal wohlbehalten in der Thüringer Landeshauptstadt ankommen. Darum kümmert sich der Niederländer Roy Smith, der schon einige Erfahrungen im Elefantentransportgeschäft mitbringt.

Mit gemütlich ausschlafen ist für den neuen Erfurter Elefantenbullen dabei aber nix. In aller Herrgottsfrühe gegen sechs Uhr morgens soll er mit einem Frühstückshappen im Wiener Zoo, wo er bisher lebt, auf den Transporter gelockt werden. Danach geht es ab auf die Autobahn.

Weil sich auch holländische Elefantentransportprofis an die gesetzlichen Vorschriften zur Lenkzeit halten müssen, rechnen die Verantwortlichen beim Erfurter Zoo damit, dass Kibo irgendwann am späten Nachmittag ankommt, sagte gestern die Pressesprecherin des Zooparks, Wenke Ehrt. Dort würde dann schon das Empfangskomitee, bestehend aus Zoodirektorin Sabine Merz und Tierpfleger Dirk Hebs, bereit stehen, um den Neuzugang willkommen zu heißen. Der würde dann in die neue Bullenabteilung des Elefantenhauses einziehen. Diese wurde jetzt noch einmal überprüft, so Wenke Ehrt.

„Für einen ausgewachsenen Bullen braucht es Sicherheitsstufe 3. Kibo ist allerdings mit seinen zehn Jahren für einen Elefanten noch mitten in der Pubertät“, meinte sie. Deswegen arbeite man zwar schon nach Sicherheitsstufe 3, einige Türen und Tore des neuen Elefantenhauses würden allerdings noch umgerüstet, um auch baulich alle Vorschriften zu erfüllen.

Sicherheit werde ohnehin im Umgang mit dem Elefantenbullen groß geschrieben: „Wir arbeiten schon seit Jahren nur mit dem sogenannten ‚geschützten Kontakt‘. Das bedeutet, dass sich zwischen Tier und Pfleger immer eine Wand oder ein Zaun befindet“, so die Pressesprecherin gegenüber unserer Zeitung.

Wann genau das erste Stelldichein zwischen „Kibo“ und den Erfurter Elefantendamen stattfinden wird, darüber konnte sie am Montag nichts sagen. Zunächst soll er sich eingewöhnen.

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