Kiesgrube in Sondershausen gilt als idealer Standort für Wohnmobile

Sondershausen  Eine aktuelle Studie favorisiert den Standort an der Sondershäuser Kiesgrube vor den Bebraer Teichen. Aber vor der endgültigen Entscheidung ist eine Diskussion mit den Bürgern geplant.

Idyllische Plätze und Aussicht bis zum Schloss gibt es an der Kiesgrube, und womöglich können Touristen das alles auch bald genießen.

Idyllische Plätze und Aussicht bis zum Schloss gibt es an der Kiesgrube, und womöglich können Touristen das alles auch bald genießen.

Foto: Dirk Bernkopf

Bis zu 43 Stellplätze für Wohnmobile mit Blick aufs Schloss, zu Fuß in die Innenstadt und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe – die Suche nach einem neuen Wohnmobilstandort in Sondershausen könnte ein Ende gefunden haben. Zumindest legt das eine Untersuchung nahe, die die Stadtverwaltung bei der Tourismusplan B GmbH in Auftrag gegeben hatte.

„Die Kiesgrube bietet die besten Bedingungen und könnte, das legt die Untersuchung nahe, am Ende rentierlich sein“, sagt Martin Ludwig, Stadtrat für die Wählervereinigung Volkssolidarität und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses.

Volkssolidarität, CDU und Linke hatten im vorigen Jahr ein Konzept für die Entwicklung der städtischen Kiesgrube gefordert. In die Suche nach einem Wohnmobilstandort wurde die Kiesgrube mit einbezogen.

Dabei habe sich herausgestellt, dass sie gegenüber den Bebraer Teichen, die ebenfalls seit Jahren als Alternativstandort zum vorhandenen Stellplatz in der Hospitalstraße galten, mehr Vorteile hätte, so Ludwig. Die Fläche an den Kiesteichen biete mehr Platz als an den Teichen. Neben 43 Stellplätzen soll es laut Ludwig auch möglich sein, dort alle notwendigen Einrichtungen wie Sanitärräume, Ver- und Entsorgungsstationen, aber auch Sitzgelegenheiten und Picknickplätze zu schaffen. Gedacht wurde aber auch an Spielmöglichkeiten, Naturbeobachtungsplätze und einen Lehrpfad für alle, nicht nur für die Nutzer des Campingplatzes, so Ludwig.

Kritikpunkte würden im Gutachten genannt. Da sei neben der Wasserqualität auch die schlechte Zufahrt aus der Nordhäuser Straße. Probleme, die sich aus Sicht des Stadtratsmitglieds lösen lassen.

An den Bebraer Teichen würden seiner Ansicht nach die Kritikpunkte überwiegen. Die Fläche, die geprüft wurde, würde auf der Wiese unterhalb der Greußener Straße liegen in Richtung des kleineren Teichs. Neben Problemen mit dem Naturschutz wegen des Krötenlaichgebiets sei die Fläche deutlich kleiner, biete keinen Ausblick auf den See, und die Innenstadt sei weit entfernt. Zudem ließe sich der Campingplatz als Einzelobjekt so nicht rentierlich betreiben, befindet die Studie.

Die Ergebnisse sollen laut Ludwig erst im städtischen Wirtschaftsausschuss erörtert, aber auch – so wie im Vorfeld – öffentlich mit den Sondershäusern diskutiert werden.

Der Wohnmobilplatz könnte kontinuierlich Schritt für Schritt gebaut werden. Über die Betreibung müsse ebenso geredet werden. Einen Zeitplan gibt es bisher noch nicht.

Aber zumindest im Stadtrat soll das Thema noch in dieser Legislatur auf die Tagesordnung, sagt Martin Ludwig. Im Mai dieses Jahres stehen Kommunalwahlen an.