Kinder hatten viel Spaß beim Indianerfest im Bärenpark Worbis

Worbis (Eichsfeld). Bereits am frühen Nachmittag reichten die Parkplätze am Bärenpark in Worbis kaum noch aus. Die zahlreich angereisten Besucher konnten die fremdklingenden Laute und Gesänge schon von Weitem hören.

Nachwuchssorgen haben die Eichsfelder Indianer nicht. Das konnten die Besucher des Bärenparkfestes in Worbis am Wochenende deutlich sehen. Foto: Gregor Mühlhaus

Nachwuchssorgen haben die Eichsfelder Indianer nicht. Das konnten die Besucher des Bärenparkfestes in Worbis am Wochenende deutlich sehen. Foto: Gregor Mühlhaus

Foto: zgt

Der alternative Bärenpark hatte zum Indianerfest eingeladen, das am Samstag mit einer Premiere aufwartete. So zog ein indianisches Tanzfest namens "Powwow" das Interesse von Groß und Klein auf sich. Powwow sei ein Treffen nordamerikanischer Indianer, bei dem man deren Kultur ehre, erklärte Ralf Hubert, einer der Mitwirkenden, und fügte hinzu: "Mit unserem Tanzoutfit verkörpert man das, was man ist und was man fühlt. Wir machen keine Indianershow."

Bevor die Hobbyindianer ihren Tanzwettbewerb eröffneten, wurde die Tanzfläche vom Arenadirektor, einem anmutig anzuschauenden Crowindianer, eingeweiht. Mit verräuchertem Salbei vertrieb er die bösen Geister, bevor das Publikum den eigentlichen Wettbewerb erlebte. Dabei waren vorgeschriebene Schrittfolgen genauso ausschlaggebend wie das Erscheinungsbild und der Gesamtausdruck der Tänzer. Gewetteifert wurde in Kategorien wie "Nördlich - oder Südlich traditionelle Tänze" sowie "crow style dance" und "smokedance".

Es durfte aber auch mitgetanzt werden. So hatten hauptsächlich die Kinder beim Indianerfest ihren Spaß. Einer der kleinen Besucher, der fünfjährige Jason aus Mühlhausen, interessiert sich sehr für die Indianer und möchte später selbst einer werden, wie seine Mama sagte.

Im Umgang mit Pfeil und Bogen konnten sich vor allem die kleinen Gäste üben, wohingegen den Erwachsenen das Werfen mit dem Tomahawk vorbehalten blieb. Am Schminkstand wurden aus Bärenparkbesuchern Indianerkinder, die sich nebenan auf der Hüpfburg austoben konnten. Aber auch die eigentlichen Protagonisten des Parks, die Braunbären, verfehlten ihre Aufmerksamkeit nicht. "Bären haben in den indianischen Kulturen einen sehr hohen Stellenwert", erklärte Tänzer Ralf Hubert. Und Bärenparkleiter Ralf Wettengel freute sich schließlich, dass "so viele Besucher" den Weg zum Indianerfest gefunden hatten.