Kinder pflanzten einen Hainbuchen-Hain an

Ilmenau (Ilm-Kreis). Jeder der von den Mädchen und Jungen auf dem Kickelhahn in die Erde gebrachten Bäume erhielt den Namen des jeweiligen Kindes.

Svenja, Theodor und Emma pflanzten nach dem Legen eines Waldbildes mit den Studenten der Erfurter Forstfachhochschule am Samstag im Rahmen des Projekts Veranstaltungsreihe „Kikis Waldabenteuer“ am Jagdhaus Gabelbacheinen kleinen Hainbuchen-Hain an. Foto: Karl-Heinz Veit

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Am Samstagnachnachmittag warteten fünf Studenten der Erfurter „Fachhochschule für Forstwirtschaft und Ökosysteme“ mit etwas Bangen darauf, dass sich doch noch ein paar Kinder zur Veranstaltungsreihe „Kikis Waldabenteuer“ zum Jagdhaus Gabelbach kommen. Die kurzfristige Terminverschiebung und die Großveranstaltung „Rennsteiglauf“ mussten als Gründe für die geringe Beteiligung herhalten.

„Und wenn auch nur ein Kind kommen sollte, machen wir das, was wir geplant und vorbereitet haben“, sagte der Leiter des Studententeams, Paul Hartmann. Das eine Kind, mit Namen Svenja, kam und erhielt von Theodor und Emma Gesellschaft. Getreu dem Sprichwort von den drei guten Dingen waren jetzt drei Kinder bereit, sich mit Kiki, dem Kickelhahn-Maskottchen, auf Abenteuerreise zu begeben.

Die Aufmerksamkeit der Kinder und des Studententeams galt dem „Legen eines Waldbildes“. Flugs sammelten die Kleinen, was sie auf dem Waldboden fanden und arrangierten alles zum schönen Bild. Als eine Studentin, die es mit dem Bilderschmücken besonders gut meinte, zwei frisch gepflückte Buschwindröschen in die untere Bilderecke legte, entging das den wachsamen Augen von Svenja nicht.

„Buschwindröschen darf man nicht abreißen!“, belehrte sie die Studentin. Schnell war diese ungeplante Episode vergessen, denn die Aufmerksamkeit der Kinder galt jetzt seltsamen Gerätschaften, welche die Studenten mitgebracht hatten. Schnell wurde den ungeduldigen Abenteurern erklärt, welche Arbeiten man im Wald mit dem eigentümlich geformten Spaten oder der Hacke verrichten kann.

Student Florian zeigte den Kindern die jungen Hainbuchenpflanzen, die er als „Wildwerbung“ aus mitbrachte. Diese sollten die Kinder einpflanzen. Wegen der Suche einer passenden Stelle im Wald und wegen des festen, steinigen Bodens fürs Pflanzloch wurde diese Aufgabe zum echten Abenteuer.

Mit Mühe und Hilfe gelang es den Kindern, einen kleinen Buchenhain nahe der Blockhütte anzupflanzen. Jede junge Pflanze bekam das Namensschild des Pflanzers. Nun heißen die Hainbuchen Svenja, Theodor und Emma und haben viel Zeit, wie die Kinder selbst, heranzuwachsen und kräftige Bäume zu werden.

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