Kirmeskaffee beginnt weit nach Mitternacht

Drößnitz  In Drößnitz wird Jahr für Jahr eines der letzten Kirchweihfeste des Jahres im Weimarer Land gefeiert

Die junge Kirmesgesellschaft von Drößnitz mit ihrer Fahne und der historischen Schubkarre, die vor etwa 30 Jahren bei einer Entrümplung für diesen Zweck gerettet wurde. Mehr Bilder gibt es im Internet unter:

Die junge Kirmesgesellschaft von Drößnitz mit ihrer Fahne und der historischen Schubkarre, die vor etwa 30 Jahren bei einer Entrümplung für diesen Zweck gerettet wurde. Mehr Bilder gibt es im Internet unter:

Foto: Michael Baar

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Als eines der letzten Kirchweihfeste des Jahres feierte Drößnitz, tief im Süden des Weimarer Landes, jetzt seine Kirmes. Nur selten ist es dazu im November warm. Deshalb verlor niemand ein Wort über das Wetter. Wer den Musikanten von „Onkel Helmut . . .“ bei der Ständchenrunde auf die Finger sah, der konnte auf ein Thermometer verzichten. Für fünf Grad Celsius klangen die Blasinstrumente erstaunlich gut. Und wenn es gar nicht mehr ging, verlegten sich die Fünf aufs Singen.

Angesichts von nur 160 Einwohnern konnte sich Burschenvater Maximilian Weidenhammer mit elf Aktiven durchaus sehen lassen. Unterstützt von An­dré Mittelhäuser führte er die fröhliche Truppe von Haus zu Haus. Und seine Freundin Nathalie. Die junge Schwedin sah staunend und fröstelnd die Bräuche der deutschen Provinz.

Die schönste Stunde der Kirmes in Drößnitz brach auch diesmal an, als „Die Ohnstädter“ den letzten Titel gespielt hat. Dann wird im Zelt eine lange Tafel aufgestellt. Jeder bringt zum nächtlichen Kirmeskaffee, was er hat: Kuchen, Salat, belegte Brötchen, Kaffee, Tee, Milch, Süßes und Herzhaftes . . .

Es bleiben nur zwei, drei Stunden Schlaf, wenn diese Runde auseinander geht. Auch diesmal war es nach Fünf. Bald darauf traf man sich zum Aufräumen vor dem Kirmesgottesdienst mit Pfarrerin Hermine Fuchs.

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