Kolumbianerin hilft dem CVJM

Erfurt  Positives Fazit am Ende des Austauschjahrs

Lina Alexandra Lopez Angel aus Kolumbien macht ein Austauschjahr beim CVJM.

Lina Alexandra Lopez Angel aus Kolumbien macht ein Austauschjahr beim CVJM.

Foto: Holger Wetzel

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Ihr erster Auslandsaufenthalt dauert gleich ein ganzes Jahr und führt zu einem anderen Kontinent: Lina Alexandra Lopez Angel aus Kolumbien kam im vergangenen August nach Erfurt, um ein Austauschjahr beim christlichen Jugendverband CVJM zu absolvieren.

Mit anderen Freiwilligen im Auslandsjahr wohnt die 24-Jährige in einer Wohngemeinschaft im Rieth und hat sich längst an das Leben in Erfurt gewöhnt. „Es gibt Unterschiede, vor allem beim Essen, aber auch viele Gemeinsamkeiten“, sagt sie.

Das gilt für den Alltag, aber auch für die Menschen und besonders die Kinder, mit denen sie sich täglich beschäftigt. „In Kolumbien sind die Kinder offener“, erzählt Lina. „Hier sind sie am Anfang manchmal etwas zurückhaltend.“

Aber nur am Anfang. Im Kindercafé des CVJM an der Magdeburger Allee ist Lina inzwischen die beste Freundin der Kinder und Jugendlichen. In den Ferien hilft sie jeden Nachmittag in der Ferienbetreuung – beim Klettern, in der Fahrradwerkstatt, beim Basteln und Spielen.

Auch bei den Kollegen ist sie beliebt. „Wir können uns immer auf Lina verlassen“, sagt Markus Süpke, der CVJM-Sekretär für die Jugendarbeit. Die Kolumbianerin arbeite selbstständig und bringe viele kreative Ideen in das Ferienangebot mit ein. „Sie hat viel Erfahrung mitgebracht und hier viel Erfahrung gesammelt“, sagt Süpke.

In ihrer Heimat in der kolumbianischen Kaffee-Region arbeitet die junge Frau seit neun Jahren bei einer Partnerorganisation des CVJM. In der Gemeinde Circasia im Departement Quindio ist sie die Koordinatorin der zumeist jugendlichen Freiwilligen, die sich um die Kinder der Region kümmern und Freizeitangebote machen.

Mit der Partnerorganisation in Quindio pflegt der Erfurter CVJM seit Jahren eine lebendige Partnerschaft mit regelmäßigem Austausch. Lina kam gern nach Erfurt und hat die Entscheidung nicht bereut. „Ich habe viele nette Leute kennengelernt“, erzählt sie. Klischees sind oft falsch, lernte sie zudem. „Auch Deutsche können unpünktlich sein“, sagt Lina und lacht.

Neben der Nachmittagsbetreuung der Ferienkinder half sie in der Schulzeit auch mit, die Pausenbetreuung in der Integrierten Gesamtschule durchzuführen. Ab morgen nimmt sie am christlichen Siloah-Camp im Landkreis Gotha teil – es ist bereits das dritte Feriencamp des CVJM, das sie begleitet.

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