Kreative Schülerarbeiten wurden jetzt ausgezeichnet

Arnstadt  Beim Wettbewerb „Denk mal – worauf baut Europa“ nahmen Hunderte Schüler aus dem Ilm-Kreis teil.

Bojana Durmisevic, Schülerin der 7. Klasse der Emil-Petri-Schule, ist eine der Preisträgerinnen beim europäischen Wettbewerb.

Bojana Durmisevic, Schülerin der 7. Klasse der Emil-Petri-Schule, ist eine der Preisträgerinnen beim europäischen Wettbewerb.

Foto: Robert Schmidt

Sie kommen aus Schulen in Arnstadt, Ilmenau, Schleusingen und Hildburghausen, wohnen im gesamten Ilm-Kreis und in Südthüringen verteilt, haben aber alle eins gemeinsam: Sie sind Preisträger beim 65. europäischen Wettbewerb für Schüler, der in diesem Jahr unterm Motto „Denk mal – worauf baut Europa“ stand.

Rund 30 Preisträger aus der Region – von Grundschülern bis Gymnasiasten – präsentierten am Dienstagnachmittag ihre von der Jury ausgezeichneten Arbeiten und bekamen während einer kleinen Feier in der Aula der Emil-Petri-Schule in Arnstadt ihre Preise. In Thüringen nahmen über 4000 Schüler am Wettbewerb teil – sie holten 28 Bundespreise, davon gingen unter anderem Preise der Bundeskanzlerin und der des Bundestagspräsidenten in den Ilm-Kreis – beides ging an Arved Sattler und Hanna Schulze vom Ilmenauer Goethegymnasium.

Der Wettbewerb war in mehrere Kategorien unterteilt und richtete sich an verschiedene Klassenstufen. Die Grundschüler konnten ihr handwerkliches Geschick ausleben – nach den jeweils landestypischen Berufen – oder selbst eine europäische Stadt bauen, in der Menschen verschiedener Herkunft und verschiedener Religionen zusammenleben. Die Fünft- bis Siebtklässler setzen sich kreativ mit Abenteuern in den Schlössern, Burgen und Gotteshäusern auseinander, die der achten bis zehnten Klassen machten sich europaweit oder auch in ihrem direkten Umfeld auf die Suche nach Bauwerken, die eine Geschichte erzählten und erzählten diese wiederum neu und aus ihrer Sicht. Die Gymnasiasten setzen sich mit dem Thema auseinander, inwieweit die Selbstinszenierung der heutigen Zeit vor allem auch in den sozialen Medien die europäische Gesellschaft verändert.

Hohes Niveau und kreative Vielfalt

All diese und noch weitere nach Altersstufen vorgegebene Themen konnte frei bearbeitet werden – in Bild oder Text, als Collage oder selbst komponierte Musik, als Comic, Video oder als Theaterstück. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, was wiederum zum europäischen Gedanken passt, der dabei unter dem Motto „Europa sind wir – Vielfalt macht stark“ immer im Mittelpunkt stand. Holger Aumann, Schulleiter der Emil-Petri-Schule, bescheinigte dann allen Arbeiten ein tolles Niveau – und so standen Linus und Johannes von der Emil-Petri-Schule auch stolz vor der Schautafel, auf der über ihr Projekt „Wer will fleißige Handwerker sehen?“ vorgestellt wurde, beide nahmen übrigens am länderübergreifenden Wettbewerb teil. Auch die anderen Arbeiten fanden in der Aula reges Interesse.

Anita Rommel, Lehrerin am Melissantes-Gymnasium und mitverantwortlich für die Durchführung des Wettbewerbes, lobte als Jurymitglied vor allem die kreative Vielfalt bei der Umsetzung der Themen.

Bei der 65. Auflage des Schülerwettbewerbes gab es einen Teilnehmerrekord. Über 85 000 Schüler reichten ihre kreativen Arbeiten über Europas kulturelles Erbe ein. Allein vom Arnstädter Melissantes-Gymnasium waren 400 Schüler mit dabei. Die stärkste Schülergruppe stellten dann auch die Gymnasiasten, aber dicht gefolgt von den Grundschulen.

Die musikalische Umrahmung des kleinen Festaktes übernahm Hannah Geyer von der Robert-Bosch-Schule. Ein Dank ging am Dienstag aber auch an die Sponsoren wie die Arnstädter Stadtwerke oder die Sparkasse Arnstadt-Ilmenau.

Aumann formulierte es jugendgerecht: Ohne Moos nix los, irgendwoher müssten die Preise ja kommen. Sie kamen zum Glück und sie sorgten am Dienstag für viele stolze Preisträger. Sie alle konnten sich über Sach-, Geld- oder Reispreise und die Urkunden auf Landes- und Bundesebene freuen.

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